Review

Bobby leitet in Rumänien ein Drogensonderkommando.
Als der Dealer Costel (Darren Shahlavi) Bobbys Partner tötet, startet der knallharte Cop einen gnadenlosen Rachefeldzug ...

Lauro Chartrand drehte "Born to Raise Hell" tief im europäischen Osten. Entsprechend karg gestalten sich manche Sets zu Steven Seagals neuem Direct-to-Video-Streich. Gut ausgeleuchtet ist das Werk und es gibt zum Glück kaum schäbige Hinterhofansichten zu bemängeln. Chartrand müht sich, den kostengünstigen Streifen möglichst hochwertig aussehen zu lassen. Dies versucht er mit kameratechnischen Spielereien und Speed-ups. Zeitweilig nervt es leider mehr als es nützt.

Trotzdem ist "Born to Raise Hell" kein lahmer Ostblockactioner, sondern ein straff inszenierter Thriller, der an den üblichen Drehbuchschwächen krankt, aber durch die vielen blutigen Actionszenen (samt schicker Explosion) und Seagals Arbeitswillen an Wert gewinnt.
Der Ex-Akidido-Star hat hier wieder die Kämpfe meist selbst absolviert - und das nicht nur in hektisch zusammengeschnittenen Close-ups - sondern auch in gelungenen Einstellungen aus der Totalen.
Was den fast Sechzigjährigen dann immer wieder bewegt, Frauenrollen in den Film zu schreiben oder schreiben zu lassen, die seine Enkel sein könnten, aber natürlich dem Charme des dicken Grizzlys verfallen, bleibt zu hinterfragen. Denn auch hier sorgt eine solche Szene (wie in "A Dangerous Man") für viel unfreiwillige Komik.

Kurz vor dem deutschen Kinostart von "Machete" zeigt Steven Seagal noch einmal, dass mit ihm nach wie vor zu rechnen ist. Die gleichbleibend gute Qualität seiner letzten Streifen lässt auf weitere gelungene Produktionen hoffen.

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