Review

Lang, lang ist's her. Ich denke, dass ich seit mindestens dreißig Jahren keinen Spencer-Hill-Film mehr gesehen habe, zumindest nicht in einem Stück. Plötzlich hat's mich in den Fingern gejuckt & ich habe mir diesen hier angeguckt, lt. OFDb der 762stbeste Film der Welt.

Wilbur & Matt (Bud & Terence) sind knapp bei Kasse & auf der Suche nach Arbeit an den Docks. Für den wenig freundlichen Empfang bedanken sie sich, indem sie die Karren der Typen demolieren. Danach wollen sie ein Ding drehen, nehmen aber den falschen Eingang & stehen in einem Polizeibüro. Aus der Not heraus bewerben sie sich spontan & schupps, schon sind sie Polizisten. Jetzt können sie mit den Lumpen vom Dock ganz legal aufräumen, dafür gibt's am Ende Bussi-Bussi von Laura Gemser, die man gar nicht erkennt, so lächelnd & so angezogen.

Die große Klopperei im Filmformat macht immer noch großen Spaß, die schlagkräftigen & lässigen, aber doch auch gutherzigen Protagonisten sind nie um einen flotten Spruch verlegen ("Nicht machen. Machen lassen!") & zu allem lassen Guido & Maurizio De Angelis ihre Musik dudeln. Und obwohl es Maulschellen, Backpfeifen & Dampfhämmer hagelt, oft in Kombination mit Kegeln oder Bowlingkugeln, passiert nix Schlimmeres, als dass die Schurken leicht benommen liegen bleiben. Am Ende gibt's noch eine alte chinesische Weisheit: "Nur gute Menschen sind schlechte Lügner." Soll niemand behaupten, dass Spencer-Hill-Filme nicht auch zum Nachdenken anregen.

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