Alle Kurzkommentare


9

"Road To Perdition" ist ein wunderschön Aussehendes Drama in den 30ern. Das Prinzip ist alt bekannt: ein Rache-Feldzug. Allerdings wesentlich melancholischer, als in anderen Filmen. Manchmal geht es recht wortkarg zu, aber dafür entschädigt der tolle Soundtrack, der die Atmosphäre des Films super vertont. Der Mittelteil sammelt durch leichteren Humor die Sympathie-Punkte für die beiden Protagonisten. Die Bestzung ist auch 1a, denn Paul Newman spielt den Mafia-Boss und Vater sehr gefühlvoll und Jude Law ist herrlich kaltblütig. Tom Hanks ist auch voll bei der Sache, aber all das wirkt erst so richtig mit den tollen Bildern, die der Streifen liefert. "Road To Perdition" ist also etwas für Bild-Ästheten, theatralische Musikhörer und Leute die Mafia-Vater-Sohn Beziehungen sehen wollen, die zum dramatischen Ende verdammt sind. "Ich antworte immer das gleiche: Er war mein Vater!"

8

Road to Perdition ist ein ruhiges Gangster-Drama mit Tom Hanks, der hier eine ungewohnte Rolle hat, die er aber sehr gut spielt. Auch die anderen Schauspieler können auf ganzer Linie überzeugen. Zudem ist der Film exzellent gefilmt und er hat einen wunderbaren dramaturgischen Kniff, der den Film auf eine Art wunderschön macht. 9/10

3

Mehr durch Zufall habe ich mir "RtP" ausgeliehen und an einem verregneten Urlaubsnachmittag reingezogen. Entgegen der hier landläufigen Meinung bin ich von dem Film reichlich enttäuscht. Erst einmal ist Tom Hanks (ohne das ich die vor dem Filmstart, wohl massiven, Kritikerstimmen registrierte) die totale Fehlbesetzung. Die Rolle des Racheengels passt überhaupt nicht. Der Film wird vielfach als "das Gangsterdrama" schlechthin bezeichnet. Er ist meiner Meinung nach ziemlich oberflächlich, spielt reichlich mit Klischees und wirkt durch die vielen Tötungsballerszenen überdreht und unglaubwürdig. Unnötige Ermordungen (wie den Überbringer der 1. Nachricht Rooneys) verstärken dieses Gefühl noch. Sollte dieser Film tatsächlich dem Anspruch eines Paten oder Good Fellas gerecht werden wollen, fehlt ihm absolut Substanz und Tiefe. Positiv waren die glaubhafte Darstellung des "Alten" mit einem in die Tage gekommenen Paul Newman. Jude Law ist sowieso gut.

7

Wieder mal so ein netter kleiner Tatortersatz, was ich aber nicht negativ meine, der Film hat so ein bisschen Parallele zu The Replacement Killer(wer wissen will, wie ich das meine soll fragen), ist aber intelligent und dazu noch jugendfrei gemacht worden. Hätte auch nicht gedacht, das man Tom Hanks den knallharten und im Laufe des Filmes melancholischen Killer abkauft, aber er macht seine Sache klasse. Trotzdem gefällt er mir „lustig“ etwas besser. Die Story ist sehr einfach ohne große Verstrickungen und man hätte den Film etwas kürzer machen können, aber ist noch ok. Mit einem unerwartetem, traurigem aber auch schönem Schluß kann sich der Film also zu recht sehen lassen. Zusammengefaßt ist der Film einerseits hart aber auch etwas traurig.

2

Road to Perdition ist ein einfach dämlicher Film, denke ich. Die Atmosphäre hat in keiner Weise was von SIEBEN, er ist langatmig langweilig, ich habe ihn mit großer Erwartung angeguckt, zumal Tom Hanks darin mitspielt und ich gehört habe, dass er (Hanks) seinen Kindern verboten hat, den Film anzugucken...., aber: Er war sehr sehr sehr langweilig und ich kann nicht verstehen, dass er so gelobt wird. Ich bin kein Fan von einfachen, oberflächlichen Filmen - die Handlung und die Tiefe ist das Wichtigste. Und in diesem Film seh ich nichts davon. Meine Bewertung: Weil Hanks gut spielt: 02/10

9

Wer bei diesem Film Action a'la Untouchables erwartet wird sehr wahrscheinlich enttäucht sein. Er ist viel mehr eine brilliante Charakterstudie, die durch seine guten Bilder und durchdachten Dialoge fasziniert. Was den Film noch interessant macht ist, das Tom Hanks hier einmal etwas anders als gewohnt zu sehen ist. Alles in allem mit der beste Film den ich dieses Jahr gesehen habe. 09/10

7

Sam Mendes liefert hier einen guten Gangsterfilm ab, der anders ist als die anderen Genrevertreter, denn dieser Film ist eine Mischung aus Rache und Mafiafilm. Leider kann Tom Hanks als Killer nicht ganz überzeugen. Ohne großartige Gestik aber mit einer tollen unterkühlten Art kommt er dennoch ganz gut seinem Good guy Image weg. Paul Newman fand ich persönlich am besten als alter Gangsterpatron, der seinen Clan zusammenhalten will. An der Besetzung gibt’s nichts zu meckern, genauso wenig wie an der Optik und der Musik. Das Drehbuch ist der kleine Schwächepunkt, da es sehr vorhersehbar ist und im Vergleich zu Goodfellas und Die Unbestechlichen usw. nicht so gut das Mafiaverhalten zeigt. Liegt halt an der Mischung aus Familiendrama und Gangsterfilm. Mir persönlich gefällt es besser wenn die Ehrenkodexe der Mafia besser gezeigt werden. Insgesamt trotzdem ein toller Film, bis jetzt der beste des Jahres, wie ich finde. Ich gebe 8/10

6

Was hatte ich mich auf diesen Film gefreut. Tom Hanks mal als Auftragkiller der Mafia. Mit großen Erwartungen bin ich dann auch ins Kino und, nun ja, so gut wie erhofft war der neue Film von Sam Mendes dann nun doch nicht. Zwar ist die Regie gelungen und die Musik immer passend aber das allein reicht halt richt. Neben der ziemlich einfallslosen Story, was ja nicht unbedingt gleich schlecht sein muss, war vor allem das Spiel von Hanks und Newman in meinen Augen ganz und gar nicht überzeugend. Lediglich Jude Law überzeugt in seiner Rolle. Und die Szene am Ende wo man nur das Mündungsfeuer der Tommygun sieht fand ich alles andere als genial. Aber Geschmäcker sind halt verschieden. Alles in allem leider nur ein durchschnittlicher Film der keinesfalls mit Genre-Klassikern wie Scarface, Der Pate oder Die Unbestechlichen mithalten kann. Road to Perdition kann man sich ansehen, muss man aber nicht. Meine Bewertung: 6 von 10 Punkten.

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