Achtung, diese Kritik enthält Spoiler
Es gibt Filme, die können noch so gut sein, können noch so gute Kritiken abkriegen und sind einfach nicht wirklich erfolgreich, misst man sie mit Kalibern wie Star Wars ( für mich persönlich der reinste Mist) oder hunderten anderen Kommerzprojekten.
Gut mit einem Budget von 12 M USD ( was hat bei dem Film bitte so viel gekostet?) ist nicht viel verhakt. Doch ist das Einspiel doch recht mager. Ca 50 M USD weltweit.
Doch eines hat der Film wahrscheinlich, was viele andere Filme nicht haben. Er verliert sein Ziel nicht, geht eindringlich auf den Zuschauer zu und vielleicht bleibt der Film auch noch längere Zeit im Gedächtnis.
Tja, hier haben wir einen Film, der uns den großartigen Robin Williams mal ganz anders präsentiert.
Den Oskar hat er wahrlich verdient.
Was den Film so richtig gut macht, ist nicht nur die Performance des Hauptakteurs, nein, vielmehr ist es dass Thema allgemein, das der Film behandelt.
Hier haben wir nicht einfach nur eine Geschichte, die vollkommen aus den Fingernägeln gesogen wurde.
Hier haben wir eine Geschichte die alltäglich wahrscheinlich Tausende oder Hundertausend ( mal mehr, mal weniger Extrem) Leute betrifft. Denn wenn man die Leute fragt, was ihre größte Angst ist, dann traue ich mich wetten´, dass von den meisten der Spruch kommen wird, einmal allein zu sein.
Und mit genau so einem Typen, ich sag fasz schon Symphatieträger haben wir es mit Sy zu tun. Er ist einer von vielen die immer gut gelaunt sind und Fröhlichkeit ausstrahlen. Er ist keiner von diesen kranken Typen, die andere Leute sigieren ( ein Problem, dass wahrscheinlich viele Schulkinder noch betrifft)um sich besser zu fühlen. Im Gegenteil, er ist einer von jenen, die "keiner Fliege was zu Leide tun könnten". Eine Familie, eine Freundin, das sind seine Verlangen. Nur klappts irgendwie nicht.
Der Mann hat auf gut Deutsch die Arschkarte gezogen.
Nun wird der Alltagsrythmus dieses Mannes ohne große Längen erzählt. ( hie und da hat es der Regisseur etwas zu gut gemeint)
Nicht großartiges, könnte man jetzt sagen. Nun ist es aber die erstaunliche Performance des Schauspielers, die es allein schon vermag durch den Gesichtsausdruck die Gefühle zu vermitteln. Ja, hier haben wir es mit einem Drama zu tun.
Alles läuft glatt, bis eines Tages Sy gefeuert wird. Eine kleine Begebenheit im Leben und alles verändert sich.
Plötzlich ist Sy nicht mehr der immer stets gut gelaunte Verkäufer. Er ist wie eine andere Person. Unfreundlich, unmotiviert.
Seine Psyche wird immer instabiler. Den warum sollen Leute, die eine Familie und eine Frau haben, die noch dazu ihre eigene Frau betrügen, so etwas verdienen. Das ist nicht fair.
Waren die ersten zwei drittel ein Hauch von Drama so entpuppt sich der letzte und meiner Meinung nach schlechteste Teil zu einem Thriller. Hier hat der Film leider eine kleine Schwäche, wie ich finde. Trotzdem. Insgesamt gesehen ist der Film meiner Meinung nach ein fast meisterwerk, dass nur durch den Thrillerteil etwas an Nachhaltigkeit verliert.
Fazit: Seht euch diesen Film an, auch wenn er für euch vielleicht Genreuntypisch ist.