Review

Robin Williams mal als Bösewicht. Stephen King hat mal gesagt, ein Clown außerhalb der Manege ist nicht lustig, und dieser Film unterstreicht das. Die dünne Handlung (Mitarbeiter im Fotolabor ist einsam und imagineirt sich in eine Familie, was zur Katastrophe führt) dient nur als Gelegenheit, Sy Parrish (Williams) möglichst viel Raum zu lassen. Er ist ruhig, aufmerksam, nicht mal unsympathisch. Aber unter der dünnen Oberfläche findet sich grenzenlose Einsamkeit, die Robin Williams sehr intensiv spielt (wie er z.Bsp. in einer Szene am Boden sitzt und einfach nur auf ein Foto schaut), man merkt ihm die Verzwieflung an. Seine fast schon antiseptische Hülle (deshalb auch fast ausschließlich in weißen Farben gehalten) zerfasert im lauf des Films immer mehr, bis sich seine Wut schließlich Bahn bricht. Das Ganze endet nicht im genretypischen blutigen Ende (ein Krimi/ Thriller ohne Tote!), allerdings macht das Psycho-typische Ende, in dem der Charakter in die Richtung Kindesmißbrauch geschoben wird, auch hier noch mal einiges kaputt.
Insgesamt eine One-Man-Robin-Williams-Show, der die Tiefen einer Figur ausloten und einen Film, völlig gegen den Strich gebürstet, tragen darf.

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