Lange gezögert, weil 1: Geschichte nicht sonderlich spektakulär klingt und 2: nicht gerade der größte Robin Williams Fan aller Zeiten bin.
Storyverlauf bewegt sich dann auch schnurstracks wie mit dem Lineal gezogen aufs Ende zu, der eh schon labilen Hauptfigur wird nach und nach der letzte Boden unter den Füssen weggezogen. Dabei wird mit einfachsten Mitteln gearbeitet [ Haus der Familie wird immer in warmen Brauntönen gezeigt, dazu parallel das Gegenteil bei Sy, dem Photo-Hai: kalt. weiss. steril. leer. Seine Wohnung und auch sein Arbeitsplatz sehen bereits aus wie der Verhörraum der Polizei, wo mit der Film startet und endet, sicherlich kein Zufall ]. Williams wurde auch optisch veraendert, um sein Anderssein einfacher zu bebildern, blondierte kurze Haare, dazu ein fahles Gesicht und Kontaktlinsen, damit auch wirklich jeder drauf kommt, dass mit dem Mann etwas nicht stimmt.
Nach dem eher schlechten Anfang [ u.a. dem kurzen, unmotivierten Familienstreit, um erste Brüche zu zeigen ] wirds allerdings besser, zwar weiterhin auf der 08/15 - Schiene fahrend, aber mit einigen guten "Unterbrechungen", vor allem den 2 effektiven Traumsequenzen.
Williams hat insgesamt zwar mit einigen Platüden zu kämpfen, gewinnt im Laufe des Filmes allerdings teilweise stark an Format, wobei er immer am besten wegkommt, wenn er nichts anderes macht, als sich zu bewegen und man einfach nur auf die Veränderung in seinem Gesicht und den Augen achten kann. Da wäre einmal der Gang durch "sein Reich", nachdem ihm die Kündigung ausgesprochen wurde, und zweitens die Flucht durch das Hotel.
Nebendarsteller verblassen dagegen natürlich, machen ansonsten ihre Arbeit aber auch sehr gut. Einzig allein die Polizeii ist mir etwas zu lahmarschig.
Empfohlen
7,5/10