Auch in den 80er Jahren lieferte uns das Duo Spencer / Hill mit " Zwei bärenstarke Typen " eine tolle Actionkomödie. Auch die USA hatte mittllerweile gefallen an dem Duo gefunden und da man eh oft in der USA drehte, bevorzugt in Miami, beteiligte man sich einfach an der Produktion. Aber auch die Italiener blieben immer im Spiel.
Regie führt wieder mal Enzo Barbonie, der schon oft mit Bud Spencer und Terence Hill zusammengearbeitet hat.
Diesmal wird das Agentengenre gehörig parodiert und auf die Schippe genommen, dabei spielt man besonders auf James Bond an, denn hier gibt es auch einen Erfinder, welcher die Beiden mit allerhand Gimmicks ausstattet.
Die Story selber ist herrlich überzogen und spielt auf SPECTRE in James Bond an. Hier nannte sich Blofeld Nr. 1 und hier nennt sich der Obermacker K1 und statt einer weißen Katze, hat er einen schlappohrigen Köter auf dem Schooß. Und so gibt es viele weitere Anspielungen, wie das Auto wo Öl und Superkleber verspritzen kann und einen Selbstzerstörungsmechanismus besitzt. Da gibt es noch so viel parodierte Dinge, wenn ich die alle aufzählen müsste, da sitze ich heute Abend noch. Auf jeden Fall ist es herrlich gemacht und es ist für beste Unterhaltung gesorgt.
Doug ( Bud Spencer ) und Rosco ( Terence Hill ) lernen sich in einer Bar kennen und raufen sich zusammen. Bei ihrer Reise werden sie mit den Agenten Mason und Steinburg verwechselt. Sie beschließen den Schwindel nicht auffliegen zu lassen und schlüpfen in derer Rollen. Nun bekommen sie auch gleich einen Auftrag. Sie sollen einer Organisation zu Leibe rücken, welche von einem gewissen K1 geleitet wird. Dieser will die Welt ins Chaos stürzen, in dem alle Zahlen von der Welt verschwinden lässt. Bald sehen sich Doug und Rosco den Anschlägen der Organisation ausgesetzt, doch die Beiden wissen sich zu wehren.
Die Story ist ganz klar nach James Bond angelegt und eigentlich Schwachsinn, aber das interessiert nicht, denn unser Gespann agiert so gut wie eh und je. Die Beiden harmonieren einfach perfekt miteinender.
Bud Spencer ist wieder der sympatische Brummbär, der sich hier ordentlich selber auf die Schippe nimmt.
Terence Hill ist das Großmaul und reitet seinen Kollegen wieder in allerhand Schlamassel.
Zusammen sind sie unschlagbar und tuen ihren Mitmenschen wieder allerhand Schabernack an. Natürlich sind auch die Wortgefechte des Duos wieder inklusive. Überhaupt sind die Dialoge hier wieder sehr peppig und herrlich übertrieben dargestellt, einfach zum weglachen.
An Action hätte man etwas mehr bieten können und dies ist auch der so ziemlich einzige Schwachpunkt bei dem Film. Die Prügeleien sind ziemlich rar gesäht und immer recht schnell geklärt, aber dafür um so lustiger, vor allem gegen die vier Chinesen. Ansonsten gibt es eine kleine Verfolgungsjagd zu Wasser, Eine auf der Straße mit ein paar Blechschäden und sonst verlässt man sich eher auf Situationskomik, Humor und teils Slapstick. Das Ganze ergibt auch hier wieder eine perfekte Mischung, nur man hätte das Duo ruhig etwas mehr prügeln lassen können.
Zwei bärenstarke Typen spielt wieder in Miami, einer der Lieblingsorte für einen Film des Duos. Auch hier ist wieder Exotik pur geboten, man möchte sich am liebsten gleich ins Flugzeug setzen und selber dorthin fliegen. Einfach pures Urlaubsfeeling, wie aus einem Reisevideo.
Selbst der Sound ist wieder super geworden, aber ich glaube über die Musikuntermalung hat man sich bei einem Spencer / Hill Film noch nie beschweren müssen. Die Scores sind einfach alle eine Klasse für sich.
Sie haben wieder zugeschlagen, diesmal in einer Agentenparodie, wo man sich schamlos bei James Bond bedient und diesen gnadenlos durch den Kakao zieht. Die Story ist totaler Quark, aber das Gespann ist unschlagbar und punktet gewohnt mit starkem Wortwitz. Nur Haue hätte es ruhig mehr geben können. Dafür gibt es Humor pur und klasse Dialoge. Die Kulisse vermittlet Exotik pur und der Sound untermalt die Actionkomödie perfekt. Nicht der beste Streich des Duos, aber super gelungen und unterhaltsam.
7 von 10 Punkten.