Entweder man liebt die Filme der beiden Haudegen Bud Spencer und Terence Hill, oder man kann damit überhaupt nichts anfangen. Während sich die einen an der meist recht simplen Handlung der Filme, die immer etwa nach dem gleichen Muster abläuft stören (übrigens ein durchaus berechtigter Kritikpunkt), mögen die anderen die beiden sympathischen Charaktere und die zahlreichen witzigen (immer recht harmlos, da unblutig) Prügeleien, von denen es in jedem Streifen mehrere zu bewundern gibt und die gleichzeitig ein Markenzeichen der Filme geworden sind. So bekommt man dann auch oft das Gefühl, dass die Handlung bewusst so konstruiert wurde, um möglichst viele Schlägereien an verschiedenen Locations unterzubringen. Ich möchte dies hier aber nicht als Kritikpunkt aufführen, da die Keilereien ja ein sehr zentraler Bestandteil der Filme sind und ein Grossteil der Komik darauf basiert.
Für mich persönlich hat aber vor allem das Nostalgieflair der 70er und 80er, das die Filme wunderbar vermitteln, einen enormen Reiz. Allem voran die musikalische Untermalung, wobei viele der Titelsongs richtige Ohrwürmer sind; dies ist natürlich Geschmackssache :-).
Zur Handlung: Wie in jedem gemeinsamen Film müssen sich die beiden erst einmal treffen. Rosco (Terence Hill), der nur mit seinen Rollschuhen im Gepäck durchs Land zieht, trifft in einer Raststätte auf Doug (Bud Spencer), der soeben nach einem mehrwöchigen Gefängnisaufenthalt entlassen wurde. Nach einer Keilerei, bei der die beiden ein paar Truckfahrer vermöbeln, die zuvor Rosco auf der Landstrasse beinahe über den Haufen gefahren hätten, schnappen sich die beiden einen der Trucks vor dem Lokal und machen sich auf den Weg nach Süden, wobei Doug allerdings glaubt, dass der Laster Rosco gehört. Bei einer Polizeikontrolle stellt sich jedoch heraus, dass das Fahrzeug als gestohlen gemeldet wurde und einem der verprügelten Trucker gehört. Durch den geschickten Einsatz von Roscos Bauchredekünsten können sich die beiden aber der Verhaftung entziehen und fliehen zum nächstgelegenen Flughafen. Dort hören sie über Lautsprecher, dass für den nächsten Flug noch zwei Passagiere fehlen. Kurzerhand geben sie sich als die beiden Vermissten (Mr.Steinberg und Mr.Mason) aus, worauf sie deren Plätze im Flugzeug einnehmen können. Hier beginnt dann auch die eigentliche Geschichte: Was die beiden nämlich nicht wissen konnten: Die beiden fehlenden Passagiere, für die sie sich ausgaben, sind Geheimagenten, die ihren nächsten Auftrag (den Gauner K1, der die Weltherrschaft an sich reißen will (wie originell :-)) aufzuhalten) am Zielflughafen annehmen sollten.
Angesichts des Geldkoffers, den man ihnen für die Erfüllung ihres Auftrags gleich mitgibt, spielen die beiden das Spiel mit. Als reiche Texaner verkleidet, werden sie in einem Luxushotel in Miami Beach einquartiert, wo sie allerdings schon bald unter Beschuss geraten.
Nach einigen Ermittlungen und nicht wenigen Schlägereien können sie das Versteck von K1 schließlich aufspüren, wo es zum finalen Showdown kommt (der ist diesmal leider nicht so spektakulär ausgefallen).
Der Film ist trotz der leider eher mäßig witzigen Keilereien (einmal abgesehen von der Szene mit den chinesischen Kellern, die Doug mit asiatischer Kampfkunst angreifen) einer der besseren. Man vermisst zwar ein wenig etwas Innovatives wie z.B. das Ritterduell auf den Motorrädern aus „Zwei wie Pech und Schwefel“, dafür ist die Handlung ziemlich witzig und bietet durch die verschiedenen Locations genug Abwechslung.
Fazit: Wer keine tiefgründige Handlung und schauspielerische Höchstleistungen erwartet, sondern lockere, spaßige Unterhaltung mit ein wenig Nostalgieflair, für den ist dieser Film genau richtig.
7 von 10 Punkten