Review

Jeffrey Lebowski (The Dude) ist ein Alt-Hippie, der noch nie in seinem Leben gearbeitet hat und dessen beste Freunde seine Bowling-Kameraden Donny Kerabatsos und Walter Sobchak, der Vietnamkriegs-Veteran ist, sind. Doch dann wird die Frau eines Millionärs, der ebenfalls Jeffrey Lebowski heißt entführt und durch eine Verwechslung landet die Lösegeldforderung beim Dude, der die Lösegeldübergabe ausführen soll, aber kläglich scheitert.
Die Story ist für eine Komödie recht gut, nicht so leicht vorherzusehen und sogar relativ komplex. Der Film beginnt vielversprechend, der Mittelteil ist sehr gut, wobei die Pasagen, in denen der Dude träumt langweilig und unlustig sind. Das Ende ist komisch, aber nicht wirklich zufriedenstellend, was man aber verzeihen kann, da es wenigstens unvorhersehbar ist, was bei den meisten Komödien nicht der Fall ist. Der Stil, dass die Geschichte von einem Erzähler erzählt wird nervt, da dieser nur unlustige und zusasmmenhangslose Sachen erzählt.
Die Charaktere sind hervorragend und sind allein aufgrund ihrer Konstruktion schon lustig. Der Dude ist ein Hippie aus dem Bilderbuch, er trägt nur alte und geschmacklose Kleidung, ist Parzifist und ist unglaublich faul, weswegen er natürlich nicht arbeiten geht. Aber irgendwie ist er doch liebenswert.
Walter Sobchak ist ein jüdischer Vietnam-Veteran, der bei jedem Konflikt gleich gewalttätig wird und damit das genaue Gegenteil vom Dude ist. Die anderen Chraktere sind ähnlich gut, so gibt es z.B. einen Bowler mit Größenwahn und  eine überzeugte Feministin, die sich ein Kind wünscht, aber natürlich keinen Mann haben will.
Humor gibt es nicht zu knapp, vor allem Situationskomik und die überzogenen Charaktere schaffen es, den Zuschauer hervorragend zu unterhalten. Stellenweise wird es auch mal sarkastisch, wenn verschiedene Menschengruppen (Veteranen, Hippies, Nihilisten, Nazis oder Feministen) aufs Korn genommen werden.
Jeff Bridges (Dude), der sonst meistens seriöse Personen oder große Helden verkörpert, spielt den Dude, doch, was ich nicht erwartet habe ist, dass er dies mit einem solchen Bravour lösen würde. Er ist hervorragend, zweifelsfrei eine der besten Leistungen seiner Karriere. John Goodman glänzt ebenfalls als Walter Sobchak und beweist einmal mehr sein komödiantisches Talent. Steve Buscemi (Donny) ist ebenfalls nicht schlecht. Julianne Moore, Oscar-Preisträger Philip Seymour Hoffman, Sam Elliot und Peter Stormare sind in kleineren Rollen zu bewundern.
Die Coen-Brüder haben einmal mehr einen Kultfilm geschaffen, aber, wie das mit Kultfilmen nun mal so ist, gefällt er einem entweder sehr gut, oder man findet ihn miserabel. Ich gehöre natürlich zu den Ersteren.
Zusammenfassend ist the big Lebwowski, eine gute Komödie, die durch Situationskomik glänzen kann und mit guten, sarkastischen Charakteren gespickt ist, die wiederum von hervorragenden Darstellern verkörpert werden. Nur stellenweise wird der Humor ein wenig zu primitiv und schrill.

Details
Ähnliche Filme