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Obergangster Luigi (Tomas Milian), genannt „der Chinese“, ist aus dem Knast ausgebrochen. Prompt hetzt er Ex-Cop Tanzi, dem Cop, der für seine Verhaftung verantwortlich war, einen Bluthund auf den Hals. Tanzi wird verwundet, überlebt aber und wird zum Schutz seiner Person offiziell für tot erklärt. „Der Chinese“ macht mit einem anderen Gangsterboss namens „der Amerikaner“ (John Saxon) gemeinsame Sache. Zwischen beiden kommt es aber regelmäßig zu Reibereien. Der Totgeglaubte Tanzi pfuscht den Beiden ordentlich ins Handwerk…

In den 70er-Jahren lieferte Regisseur Umberto Lenzi nicht nur Kannibalen- und Zombiefilme ab, sondern auch fetzige Italo-Gangsterkrimis, Polizeifilme mit Verfolgungsjagden, Prügeleien und dem ganzen Brimborium. Einige davon echt sehenswert (siehe DER BERSERKER, DIE VIPER), andere davon eher weniger. Der hier besprochene DIE GEWALT BIN ICH ist leider von letzterer Sorte. Zwar sind die Schauspieler erste Sahne (mit dabei John Saxon [NIGHTMARE ON ELM STREET, TENEBRE] und Tomas Milian [DER BERSERKER, DON’T TORTURE A DUCKLING]. Die Action besteht jedoch hauptsächlich aus Kloppereien und Faustkämpfen mit den gleichen Faustschlaggeräuschen wie bei Bud und Terence. Den bösen Buben werden Stühle übern Kopf gezogen oder mit dem Feuerlöscher verschreckt. Das wirkt teilweise echt albern, weswegen auch Spannung und Brisanz nur vereinzelt aufkommen.
Der ganze Film ist schlicht ein Ansammlung von fiesen Gangstern, die allesamt ziemlich fiese, Gangster-mäßige Gangstersachen machen: es werden Beine gebrochen, Verräter werden mit Golfbällen beschossen und junge Damen unter Drogen setzen. Naja, nicht sonderlich erwähnenswert das Ganze. Der 70er-Jahre-Schick mit seinen Jeansjacken, Pornobrillen und Schlaghosen weiß zwar zu begeistern, allerdings findet man diesen halt auch in diversen anderen, besseren Filmen.

Fazit:
Italo-Krimi von Lenzi. Aus heutiger Sicht nicht mehr sonderlich sehenswert.

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