Es handelt sich um im Genre-Mix sehr ungewöhnlichen Film der von einem ruhigen asiatischen Inseldrama bis hin zu einem mit äusserster Härte vorgehenden Revenge-, final-Girl-Horror-Rape-Exploitation Knaller wird.
In sehr hochwertigen und ruhigen Bildern wird das set-up, die Ausgangssituation vorgetragen und mit nur kurzer Vorbereitung auf den Film glaubt man ggfs. in den ersten 30 Minuten vielleicht doch im falschen Film zu sein. Mit sehr ordentlicher schauspielerischer Leistung können alle Darsteller, ob gut ob böse, glänzen. Dann steigert sich aber die Handlung mit immer mehr Unerbittlichkeit und expliziter und sehr realistischer Härte von einem Familiendrama in ein nicht geahntes Blutbad.
Dabei bleibt der Film stets so ausserordentlich realistisch, dass es tatsächlich kaum zu toppen ist. Abwertend ist leider nur die teils nicht logische Handlung bzw. Unnachvollziehbarkeit mancher Handlungen der Protagonisten zu sehen. Auf diese im einzelnen einzugehen würden den Rahmen sprengen, aber z.B. ist das Verhalten der Freundin aus der Grossstadt Seoul nicht zu verstehen. Auch sind diverse Reaktionen des Mannes der gequälten Frau massloss überzeichnet.
Wenn man allerdings über diese Schwächen hinwegsieht und ein faible für mit gutem overacting-gespickte Asia-Streifen solcher Art hat wird sich prächtig amüsieren.
7/10 Punkten