Mel Brooks Komödien sind eigentlich nur eingefleischten Fans zu empfehlen. Auch bei einer seiner bekanntesten Werke, der Star-Wars-Verarsche „Spaceballs" gingen die Meinungen weit auseinander.
Selbst Star-Wars-Fans mussten sich gefragt haben, ob es etliche Jahre nach Abschluss der Trilogie Sinn macht, eine Parodie nachzuschieben, zudem Brooks in seinem Streifen ja auch gehörig die Merchandising-Maschinerie aufs Korn nahm. Solchermaßen verspätet kann so was auch nach hinten losgehen. Vielleicht hat es ja so lange gedauert, bis Lucas persönlich grünes Licht gab, als er das Drehbuch zu „Spaceballs" studierte, wer weiß. Zudem hat ILM die Tricks geliefert, das sieht man auch deutlich. Zwar löblich, allerdings hätte eine Trashvariante vielleicht besser zum Stoff gepasst, aber das nur am Rande.
Auf dem Planeten Spaceballs herrscht Atemluftnotstand. Präsident Scroob (Mel Brooks persönlich) will vom Nachbarplaneten Druidia frische Luft absaugen lassen. Eine Raumflotte unter dem Kommando von Lord Helmchen fliegt nach Druidia, um die Prinzessin Vespa zu entführen. Nun kann man den König zur Herausgabe des Luftabgabe-Codes erpressen. Jetzt kann nur noch einer helfen - der Haudegen Lone Starr...
Bei allem Wohlwollen für schräge Filme krankt Brooks Film doch an Einigem. Abgesehen davon, dass viele Gags ziemlich flach daherkommen, ist die Parodie auf Spielfilmlänge einfach zu langatmig geraten. Es dauert etliche Zeit, bis wieder ein Brüller kommt, insofern kann das Niveau nicht durchgehend hoch gehalten werden. Ein Fakt - für den Brooks allerdings wenig kann - ist zudem der Verlust vieler englischer Wortwitze, die in der deutschen Synchro einfach keinen Sinn machen. Das man „Star Wars" ansonsten schon kennen sollte, um die Anspielungen zu verstehen, würde ich bejahen, insofern ist der Kreis der Zuschauer schon eingeschränkt. Auch Ridley Scotts „Alien" wird in kurzen Szenen auf die Schippe genommen, man muss hier allerdings schon Spezi sein. Überdeutlich hingegen die „Planet der Affen"-Parodie und noch einige weitere, also Augen auf beim Filmeraten...
Fazit: Ein Film mit Höhen und Tiefen, und stellenweise gibt's auch richtig gute Gags. Ansonsten eher Geschmackssache, ein typischer Brooks eben.