Review

Wenn es eine Star Wars Parodie wirklich halten konnte, dann zweifelsohne Mel Brooks "Spaceballs" - die Saga rund um Waldi Waldemar und Lord Helmchen. Bisher gab es auch keine wirkliche Konkurrenz, die es mit diesem Kultwerk aufnehmen konnte. Aber kann ein Film dieser Klasse 20 Jahre lang ausharren, ohne einzustauben? Ja und Nein.

Zunächst mal nimmt Brooks hier die Gag-MG in die Hand und ballert ohne Rücksicht auf Verluste auf die Lachmuskeln. Das ein paar Blindgänger dabei sind ist relativ verständlich, noch ist keiner vom Himmel gefallen, der nur Witze zaubert, die jedem gefallen. Aber erstmal zum positiven. Die Ideen sind fast durchweg klasse. Das geht los mit dem Raumschiff am Anfang, das schier endlos am Zuschauer vorbei fliegt; auch solche Sachen wie Waldi, der Möter (Halb Mensch, halb Köter) oder der allmächtige Jogurt sind so typische Gags, die jahrelang hängen bleiben. Großartig natürlich auch die Idee mit den Instant-Kassetten und die wörtliche Durchführung des Satzes "Durchkämmt die Wüste!" sind einmalig und bisher unerreicht.

Aber nicht jeder Stern leuchtet ewig. Eine Sache gehen nämlich dann doch nach zwanzig Jahren etwas auf den Sack. Vor allem Prinzessin Vespa und ihr Druide Dottie sind nach gefühlten 90 Minuten schon ein Dorn im Auge. Daphne Zuniga spielt die Vespa auch so arrogant und nervig, dass man sich manchmal wünscht, die alte würde einfach eine Schlucht runterfallen.

Einige Gags sind auch irgendwie Sahne - sie kommen nicht oft vor, wenn man den Film aber mehrmals guckt, wartet man schon genervt auf sie. Das varriert je nach persönlichem Geschmack. Aber größtenteils ist Spaceballs wirklich einer der lustigsten Filme unserer Zeit, vor allem, weil er in dieser doch recht großen Welle von Star Wars Parodien nie auch nur ansatzweise untergegangen ist. Und wem geht nicht das Herz auf, wenn Lord Helmchen in den Raum spaziert kommt oder Jogurt seine Merchandising-Artikel vorstellt?

Fazit

Unsterbliche Sci-Fi Parodie, die unbeschwert unterhält und zurecht Kult geworden ist. Eine Staubschicht rund um die Gags bildet sich mittlerweile schon - besonders wenn man ihn sich oft ansieht -, aber alles in allem hat sich Mel Brooks hiermit selbst ein Denkmal gesetzt.

8/10

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