Das Königreich Abelar wird von der Vampirkönigin Xia heimgesucht, nachdem Schatzjäger versehentlich ihr Grab öffnen. Königin Ma’at sendet ihre Halbschwester, Prinzessin Tanis, nach Douras, der Stadt der Gesetzlosen. Dort soll sie ihren leiblichen Vater aufspüren und um Hilfe für die Rettung des Königreiches bitten. Währenddessen findet das Dienstmädchen Kara heraus, dass sie den gleichen Vater wie Prinzessin Tanis hat. Ihre Mutter allerdings ist die Vampirin Xia. Nachdem sie ihre Vampirnatur entdeckt hat, macht sich Kara auf die Jagd nach Tanis. Die Prinzessin trifft derweil in Douras auf ihren Halbbruder Aedan und kann ihn überzeugen, ihr zu helfen. Zusammen können sie ihre Halbschwestern Malia und Rajan aufspüren. Die kleine Gruppe zieht schließlich los, um Königin Xia zur Strecke zu bringen.
Man sagt ja bekanntlich, daß wenn 1000 Affen an 1000 Schreibmaschinen über 1000 Jahre schreiben, irgendwann mal Shakespeare herauskommt. Wenn allerdings 10 Affen mit 10 Bleistiften 10 Minuten lang rumkritzeln bekommt man wohl ein Drehbuch von Albert Pyun dabei heraus. Es ist mir ohnehin ein Rätsel warum man nach schlappen 28 Jahren ein Sequel zu einem Film machen muß, der nun wirklich qualitativ danach verlangt hat. Zudem haben die beiden Teile lediglich mit dem Regisseur, dem Fantasy Genre, dem Zauberer Xusia und Lee Horsley (damals Held Talon, hier nur als the Stranger mit Cameo Auftritt) nur marginal gemeinsame Komponenten, wozu also eine Fortsetzung?
Dabei gelang es sogar einen Traumcast aus dem B-Movie Bereich zusammen zu trommeln. Kevin Sorbo, Michael Pare, Oliver Gruner, Ralf Möller, Sasha Mitchell sind alles Namen, die man vielleicht nicht alle mögen muß, aber deren Nasen man zumindest kennt. Nur was macht unser Hawaiianer daraus, ein Drehbuch, das ich nur mit der Abkürzung WTF (bei Bedarf bitte googeln) würdigen möchte. Die Story tut mir auch Stunden später noch im Schädel weh, ganz zu schweigen von der völlig konfusen Erzählweise, haufenweise verwirrenden Nebenplots und Charakteren und nicht zuletzt der völligen Abstinenz von allem, was einen Fantasy Film ausmacht und sogar noch einen dämlichen Vampirpart einführt.
Nicht nur das es wegen fortschreitender Langeweile äußerst schwer fällt diesem Torso an Story zu folgen (ich müßte lügen wenn ich alles verstanden hätte), da er mit permanenter Zulaberei einfach nur nervt (es dauert über eine Viertelstunde allein bis der Erzähler zu Beginn endlich mal den Schnabel hält), es wird zudem auch an jeglichen Schauwerten gegeizt. Ehrlich, es wird nur ein Dialog an den anderen gekettet, keiner packt mal das Schwert aus, kein Ork, Elf oder Zwerg läßt sich blicken, null Action, null Tempo, einfach nur eine lange Reise in die zerebrale Ohnmacht für den Zuschauer, ohne auch nur mal eine hingeworfene Kamelle an irgendetwas von Wert, um uns aus der mentalen Schockstarre zu reißen.
Wenn dann noch das Cover so lustige Sachen wie "Grandioser Nachfolger des Fantasy Klassikers" oder "aufwendig inszeniertes Epos" verspricht, fragt man sich doch, ob man das richtige Hobby gewählt hat. Ich kann wirklich nur abraten.
1/10