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Werbetexter Jim Blandings wohnt mit seiner Familie in einer viel zu kleinen Mietwohnung. Eines Tages hat Jim genug von der allmorgendlichen Schlange vor dem Badezimmer und erwirbt ohne nachzudenken ein Grundstück inklusive Haus auf dem Land. Sein Freund und Anwalt Bill Cole findet erst danach heraus, dass Jim den dreifachen Preis für ein Haus gezahlt hat, das nur noch abgerissen werden kann. Trotzdem noch hoch motiviert, beginnen Jim und seine Frau, ihr Traumhaus zu errichten. Doch mit den vielen kleinen Tücken des Hausbaus haben sie nicht gerechnet.

Ich finds immer wieder erstaunlich, wie gut sich anerkannte Mimen wie Cary Grant und Myrna Loy im Komödienfach bewegen können, als hätten sie noch nie etwas anderes im Leben gemacht. So wird aus einem simplen Hausbau (viel mehr passiert eigentlich gar nicht) eine pointierte Parodie auf den Alltag von Häuslebauern und soll in den Kinos damals riesig angekommen sein.
Dabei ist es eigentlich gar nicht die Frau, die sich ein neues Eigenheim zulegen möchte, sondern Jim vernarrt sich dermaßen in das alte Bauernhaus in Connecticut, das er alle Warnungen über dessen Standfestigkeit in den Wind schießt. Erst nach und nach wird ihm klar, das er solide übers Ohr gehauen wurde, denn die Kosten explodieren alle paar Minuten. Grants gespielte Verzweiflung ist dabei einfach genial, wenn ihm immer wieder eine weitere Hiobsbotschaft erreicht, so ist das Grundstück entgegen den Maklerangaben nicht 50 Hektar, sondern bloß 35 Hektar groß und die eigentliche Kaufsumme von 10.000 $ in kürzester Zeit vervielfacht.
Auch wenn sich der Humor und die Sprache ein wenig weiterentwickelt haben, bleibt dennoch das gute Zusammenspiel der Charaktere über das man sich auch heute noch gut amüsieren kann. Die Darsteller leisten einen guten Job und wenn dann noch der sehr junge Old Shatterhand Lex Barker in einer Nebenrolle auftaucht, nimmt man das gerne mit. Jedenfalls hatten die Schauspieler ihren Spaß und der Zuschauer gleich mit.
7/10

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