Stella hat die 30 Tage in Barrow überlebt, nun hat sie sich nach LA zurück gezogen und beginnt ihren Kampf gegen die Vampire. Zunächst versucht sie es indem sie die Öffentlichkeit informiert, jedoch stellt sich das als äußerst schwierig heraus, denn Vampire sind ein Mythos und keine glaubt wirklich daran. Jedoch findet sie bald weitere Jäger, die ebenfalls ein Schicksal hinter sich haben und es nun zur Aufgabe gemacht haben die Vampire zu jagen und zu vernichten. Dabei stellt sich heraus, das Lilith, die nun die Macht über die Vampire besitzt, einen weiteren Angriff auf eine Stadt in Alaska plant und das Schiff legt schon in wenigen Tagen ab.
Für eine DVD Veröffentlichung ist der Film sehr solide. Ich habe nichts gesehen, das jetzt wirklich billig aussah. Stella wird hier allerdings von Kiele Sanchez (Insanatorium, Lost) verkörpert. Mir persönlich fiel es jetzt aber nicht groß auf, da ich "30 Days of Night" schon länger nicht mehr gesehen habe und Stella hier wirklich ausgesprochen gut gespielt wurde. Der Film ist sehr blutig, man sieht genauso wie im Kinofilm wie Köpfe zerschlagen, Leute aufgeschlitzt, Vampire zerhackt, verbrannt und erschossen werden. Und hier wird auch wieder ganz schnell klar, dass es sich hier nicht um romantische Bilderbuchvampire handelt, es sind Bestien, die Blut wittern, danach lechzen und dein Herzschlag wahrnehmen können. Sie sind kühl, mysteriös und sprechen eine uralte Sprache.
Was mir hier noch aufgefallen ist, das sich die Vampirjäger recht amateurhaft benehmen. Es fehlt hier eindeutig an irgendwelchem Spezialwerkzeug um Vampire zu töten. Stattdessen schnappen sie sich Macheten und Schusswaffen und versuchen die Nester auszuheben und das geht auch tatsächlich im ganzen Film fast immer schief. Aber im Grunde ist es eigentlich logisch. Es sind nur normale Menschen, die ein normales Leben hatten und durch eine Tragödie zu Vampirjägern wurden.
Der Finale Kampf geht recht plötzlich vorbei und ist eigentlich fast wie im Kinofilm. Aber dafür kommt vor dem Abspann noch ein recht guter Twist. Im Bezug zum Comic muss ich sagen, dass ich den Film inhaltlich fast besser
Finde als die Vorlage. Stella war im Comic da fast ein wenig zu durchorganisiert. Da war sie ja eine echte Bedrohung für die Vampire und diese komischen Minibomben sind mir da ziemlich negativ aufgestoßen. Trotzdem erinnert der Anfang und das Ende des Films sehr ans Comic, es gibt auch weitere Elemente die daran erinnern, aber storytechnisch geht der Film einen komplett anderen Weg. Da Steve Niles aber am Drehbuch mitgeschrieben hat, bekam alles seinen Segen.
Durchaus eine gelungene Fortsetzung, hier und da einige Schwächen was die Spannung angeht, aber für eine dtD sehr solide. Auf jeden Fall einen Blick wert.