Im Jahre 2007 brachte Regisseur David Slade (Hard Candy, Twilight: Eclipse) eine neue Art von Vampiren in „30 Days of Night“ in die Kinos. Jene waren in der Form anders, das sie sich hauptsächlich optisch von den klassischen Blutsaugern unterschieden. Hatten Sie nicht nur 2 scharfe Eckzähne, sondern ne vollkommen spitze Kauleiste in Manier eines Hais.
Doch trotz der tollen Optik der ewigen Nacht in Alaska und auch der guten Darsteller (z.B. Josh Hartnett, Melissa George und Ben Foster) fehlte dem Erstling etwas. Dieses kann nun auch das Sequel „30 Days of Night: Dark Days“ nicht bieten. Selbst das klasse Setting gibt’s nicht mehr. Die ganze Chose wurde nun in die Stadt, dunkle Kanalisationen und andere düstere Orte verlegt. Leider ein Fehler.
Die Story knüpft trotz allem gut an den Vorgänger an. Die damalige Überlebende Stella (Kiele Sanchez, A Perfect Getaway, Insanitarium) versucht die Welt über die wirklichen Geschehnisse von damals aufzuklären. Laut den Medien handelte es sich bei dem Massaker in Alaska an 98 Dörflern angeblich um eine Gasexplosion. Mit drastischen Mitteln versucht sie nun bei Vorlesungen die Existenz von Vampiren zu beweisen. Das ruft natürlich die Blutsauger auf den Plan, denn die Holde quatscht zuviel. Stella hat aber Glück. Eines Nachts tauchen 3 Personen in ihrem Motel auf, um sie für ihre Jagd auf Vampire zu rekrutieren. Das kleine Team, bestehend aus Paul (Rhys Coiro, The Unborn), Amber (Diora Baird, Texas Chainsaw Massacre: The Beginning) und Todd (Harold Perrineau, Lost, Felon) schafft es, Stella zu überzeugen und nimmt sie mit zu ihrem Anführer. Jener ist Dane (Ben Cotton, Scar, Slither), ebenfalls ein „Überlebender“ aus Alaska. Das ganze hat allerdings einen nicht wirklich kleinen Haken. Dane ist ein Vampir, welcher seine Menschlichkeit anscheinend behalten durfte. Nun scheint es nur einen Ausweg zu geben, um dem Vampirgesindel den Gar aus zu machen. Man muss die Königin der Vamps killen. Und das ist Lillith (Mia Kirshner, The Crow – Die Rache der Krähe).
Nun übernahm also Ben Ketai das Zepter von David Slade. Vielmehr verkehrt machen als Slade konnte er ja eigentlich nicht, da Slade's Vorlage durchaus Potenzial hatte, leider aber zu wenig draus machte. Ketai hatte mit der Serie „30 Days of Night – Dust to Dust“ ja schon die Möglichkeit zu üben. Ebenso wie das Prequel, hat „Dark Days“ vorallem ne ganze Menge an Gore zu bieten. Hier wird gebissen, geschnetzelt, gehackt und geballert was die Hände hergeben. Natürlich fließt auch reichlich Blut, und das nicht nur durch die Kehlen der fiesen Beißer. Somit geht die KJ-Freigabe natürlich wieder voll in Ordnung.
Darstellerisch können die neuen Gesichter natürlich nicht an die im Erstling anknüpfen, können aber zumindest solide für Unterhaltung sorgen. Diora Baird als toughes Eyecandy ist in Ordung. Zumindest ist ihr Körper klasse, wenn man die Rehaugen mit dem Silberblick ausser Acht lässt.
Fazit
Eine solide Fortsetzung, wie in nahezu jedem Sequel mit mehr Blut und Gedärm gespickt. Etwaiger Suspense wie im Erstling wird vergebens gesucht, somit schwächer als der nur durchschnittliche Teil 1. Auch das Ende ist im Gegensatz zum etwas theatralischen Vorgänger mehr als nur ein Ausrutscher. Das hätte man sich wirklich sparen sollen.
5,5/10