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Ein Raumschiff landet auf einem fernen Planeten, um das Schicksal einer Expedition herauszufinden. Sie treffen auf Dr. Morbius, den letzten Überlebenden, der hier außerirdische Technologie erforscht und sie vor einer zerstörerischen Macht warnt.


Alarm im Weltall ist sicherlich unumstritten und völlig zu Recht ein Klassiker des Sci-Fi-Kinos. Nimmt man das hier Gezeigte in vergleichbarer Qualität 50 oder 60 Jahre später, wäre das wohl ein High-Budget Film. Die Trickeffekte sehen zum Teil auch heute noch richtig gut aus. Zerbrechende Wände, schmelzender Stahl, Laserstrahlen, Energiemonster und natürlich fliegende Untertassen im All, hier wird einiges geboten. Die fliegende Untertasse, Pardon, das Raumschiff, ist Trash pur. Zum Piepen schön.

Optisch sieht das alles wirklich ziemlich schick aus. Aber auch die Darstellenden machen eine ordentliche Sache. Leslie Nielsen blödelt als Captain Adams noch nicht herum, sondern ist recht ernst bei der Sache und Walter Pidgeon erinnert mich ein wenig an Vincent Price, der diese Rolle sicher ähnlich gekonnt ausgefüllt hätte.

Die Story ist nicht uninteressant und entwickelt im letzten Drittel auch durchaus ein angenehmes Maß an Spannung, hängt aber im Mittelteil ein wenig durch. Da konzentriert sich Regisseur Fred McLeod Wilco ein bisschen zu sehr auf das Liebesgeplänkel der Raumfahrer mit der Tochter des Dr. Morbius. Das ist zwar für das Finale wichtig, doch ein etwas strafferes Tempo hätte der ganzen Sache gut getan. Das Ergebnis ist dennoch sehenswert und vielleicht auch Wegbereiter für viele nachfolgende Sci-Fi-Filme und -Serien.

Dank Earl Holliman als Whiskey-liebendem Koch und dem drolligen, aber leicht trashigen Kult-Roboter Robbie ist das Dingen auch angenehm humorvoll unterfüttert.


Schöne, geruhsame Sci-Fi mit tollen Effekten und guter Story. Trotz des Alters unbedingt sehenswert.



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