Review


Inhalt:

China, in den 1930er Jahren, als auch hier der 2. Weltkrieg einen Schauplatz hat, weite Teile der Küste sind von den Japanern besetzt.
Und der skrupellose Chin (Tien Yeh) ist der Boss einer Bande von Verbrechern, die mit den Japanern kollaboriert.
Er und seine Schergen..., löschten einst fast eine ganze Familie aus, die Familie von Wu Hsiang (Hsiung Fei), dessen Frau (Chen Pei-Ling) dabei brutal getötet wurde. Nur Wu und sein vierjähriger Sohn, Hsiao Hsiang, überlebten das Massaker.

Wu Hsiang streift umher, er will sich an den Mördern seiner Familie rächen, er ist Recht schaffend und hilft den Schwachen.
Er findet seinen Sohn Hsiao Hsiang, der in einer christlichen Gemeinde eines Ortes unterkam, wieder.
Und eine Unternehmerin, die schöne Cen Nan Yang (Fan Ling), deren Geschäft von den Gangstern zerstört wurde, wird zu Wu´s Gefährtin.
Später kommt noch ein anderer Junge, ein Waisen-Junge, hinzu.

Chin weiß um die Gefahr..., doch gelingt es Wu Hsiang, die Bande aufzureiben, es kommt zu etlichen Kämpfen.
Schließlich überfällt Wu Hsiang die Karate-Schule der Gangster, und Wu kann den wichtigsten Schergen (Hsieh Han) Chin´s, ausschalten.
Dann kommt es zum Show-Down mit der ganzen Bande..., und zum gnadenlosen Duell zwischen Chin und Wuh Hsiang.

Ein erbarmungsloser Kampf auf Leben oder Tod.....


Fazit:

Die beiden "Furious"-Filme des Regisseurs Yao Feng-Pan gehören zweifellos zu den Klassikern des Old-School-MartialArts-Genres.
Nach "Furious Dragon" (siehe mein Review auf dieser website) entstand mit "Furious Avenger" im Jahre 1974 ein weiterer knallharter KungFu-Actioner, ein klassischer Eastern.

Schnörkellos und stringent, klar in seinem Handlungs-Schema, ein kerniger Rache-Eastern, ein eisenharter KungFu-Actioner, der die Fans des Genres bestens unterhält.
Im Stil der auf Realistik angelegten KungFu-Filme mit Bruce Lee, mit einem einsamen, harten Kämpfer im Focus..., liegt hier einmal mehr ein puristisch gehaltener, dynamischer Actioner vor.
Rau, hart und unerbittlich..., in einfacher Kulisse, gediegener Eastern-Atmosphäre, kostengünstig doch reell..., Darsteller die sich verbissen in ihre Rollen reinarbeiten..., die Storyline ist klar umrissen, und der einsame, fast nihilistische Anti-Held sowie die KungFu-Action in puristischer Form, dominieren diesen Old-School-MartialArts-Film.

Der Held, eher ein Anti-Held der wie ein Villain aussieht, streift anfangs fast ziellos für den Betrachter wirkend umher. Es wird kaum ein Wort gesprochen..., nur verbissen gefightet.
Der Held rettet eine junge Dame vor einer Vergewaltigung durch japanische Marodeure.
Dann entwickelt sich die Story um diesen Mann, der seine Rache angeht..., der seine Frau verlor, und die Mörder gestellt sehen will.
Eine andere Frau wird seine Gefährtin..., als er seinen Sohn wiederfindet..., und die Villains können ihm nicht entgehen.

Das baut die Regie routiniert-zielstrebig, konzentriert und stringent auf..., und der Eastern-Fan ist in seinem Element.
Unausweichlich führt alles denn in einen gedehnten Endfight..., 20 Minuten Action-Total bei lediglich 85 Minuten Laufzeit dieses Streifens.
Die Geschichte ist so einfach, dass die Regie zur Mitte hin bemüht ist, die Sache zu strecken, und ein weiterer Junge und sein Schicksal hier beleuchtet wird.
Doch hat "Furious Avenger" keine Längen..., bleibt dieser Film stets spannend und mit einem sich verdichtenden Handlungsbogen versehen.

Hsiung Fei ist dieser Anti-Held ala Bruce Lee..., er lächelt kaum, ist der letztendlich -trotz weiblichem Beistand- einsame, harte Fighter..., der nur eines will: Blutige Rache.
Hsiung Fei spielt das entsprechend seines hier von ihm verkörperten, kompromisslosen Charakters..., kalt.
Doch zeigt er natürlich auch eine sozial-gefühlvolle Ader... wenn es um eine Frau geht oder natürlich hinsichtlich seines Sohnes.
Doch ist klar, dass es ihm vorwiegend darum geht, diejenigen zu bestrafen, die seine Gattin brutal töteten.
Und Hsiung Fei zeigt natürlich auch eine sehr starke Fight-Performance, ist ein echter Kampfkünstler der was von KungFu versteht.

Fan Ling ist die Frau an seiner Seite..., schon in "Furious Dragon" agierte sie mit.
Erst ist sie eine eher spröde wirkende Business-Frau..., dann wird sie zur aufopferungsvollen Gefährtin Hsiung Fei´s und zum Quasi-Mutterersatz für dessen Sohn.
Das verlangt von Fan Ling ein variables Spiel, und die äußerst attraktive Actrice meistert ihre Rolle bravourös.

Die Villains sind erwartungsgemäß grob und brutal, als skrupellose Gangster gezeichnet.
Allen voran Ober-Bösewicht Tien Yeh..., nur an Erfolgen interessiert, ein kalt-grausamer Typ ohne jegliche Skrupel. Auch Tien Yeh arbeitet sich verbissen in sein Rollen-Bild..., wie sein Gegner Hsiung Fei.
Unter den Villains finden sich noch Hsieh Han und Shan Mao..., jedem eingefleischten Eastern-Fan bekannt.

Das Wichtigste ist natürlich die KungFu-Action. Orientiert an den zu dieser Zeit für das Genre prägenden Filmen von Bruce Lee..., ist das hier schnörkellos-reelle, knallharte KungFu-Action in einem puristischen Stil.
Technisch ist das klasse..., klassische Techniken, hohe Tritte, Schlag-Block-Schlag... und dann trifft die Handkante des Helden ihr Ziel.
Die Fights "1vs5" sind dynamisch choreographiert, die Intensität und Brutalität der Kämpfe steigert sich..., und 20 Minuten KungFu-Action-Total im Finale..., beginnend mit einem exzellent gestalteten Fight in der Karate-Kampfschule der Japaner und dann in ein dramatisches Duell ´Held-vs-Villain´ mündend.

"Furious Avenger"..., ein eisenharter, puristischer KungFu-Actioner, wie "Furious Dragon" ein Eastern-Klassiker..., und nahezu perfekte, konzentrierte Unterhaltung für den Fan des Genres.

8/10.



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