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Der herzkranke Junge Shô, der seine Großtante auf dem Land besucht, entdeckt, dass dort außerdem noch die Borger, handgroße Menschlein, leben. Zu einer von diesen, Arrietty, schafft er es, Kontakt aufzunehmen, obwohl sich die Borger von den Menschen fern halten wollen. Und das nicht ohne Grund.

Nachdem "Ponyo" mich etwas enttäuscht hatte, stellt der letzte Film aus dem Studio Ghibli wieder einen Lichtblick dar. Hayao Miyazaki hat diesmal nicht die Regie übernommen, sondern war für das Drehbuch verantwortlich (nach Mary Nortons Roman "Die Borger") und präsentiert eine Geschichte, die niedlich ist und trotzdem fern des Disney-Kitsches zu unterhalten weiß. Dies wurde in wunderschön gezeichnete Bilder, die nur selten unter der Zuhilfenahme von Computern entstanden, eingebettet. Auch hier ist ein gewisser Märchen- / Fantasyeinschlag vorhanden, doch bleibt der Film mehr auf dem Teppich als "Chihiro" oder "Mein Nachbar Totoro" (beide übrigens sehr empfehlenswert).
Kritisieren kann man, dass der Film nicht konsequent die Hintergründe der Figur "Haru" beleuchtet; ihre Motivation bleibt verborgen.

Kurzweiliger, schön anzusehender und angenehm unstressig inszenierter Anime für alle Altersklassen.

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