Review

The Tree of Life(2011)

Ja es gibt sie noch, die Art von Film, die sich wirklich mal abhebt und sich kaum in eine normale Wertungskala einorden lässt.

Terence Malick hat (wieder) mal so einen gemacht und wer denkt, mit seinem letzten Werk "The New World" habe er schon die Grenze der substanzlosen Handlung ausgelotet, wird hier noch viel weiter in eine Welt gesogen, die gerade soviel Geschichte erzählt, um noch als solche durch zu gehen.

Wenn der Zuschauer die ersten 20min des Films durchlebt hat, kommt eine, schon im Vorlfeld sehr kontrovers aufgenommene Sequenz, die dem Rest des Filmes eine so geniale und frei interpretierbare Richtung vorgeben, wie es nur ganz selten der Fall war...diese toll fotografierte Effekt-Sequenz der Evolution und der angerissenen Entstehung könnte Stundenlang, kommentarlos weiterlaufen, ohne an Faszination zu verlieren und steht im krassen Gegensatz zu der Familie, die wir beobachten werden, nicht etwa für den christlichen Glauben oder irgend etwas anderes religiöses...nein...Malick hat hier einen Film über die Entwicklung des Univerums gemacht, der ein Finale vorlegt, das einen sehr unbefiedigt zurücklassen kann.

Was Malick hier optisch auf die Leinwand loslässt, verweist alle 3D-Effekt-Blockbuster diese Jahr auf die Plätze, denn das ist wirklich mal etwas, was noch nie jemand in dieser Perfektion gesehen hat. Kamera, Schnitt, der Einsatz variabler Musik ist beispiellos und so Abwechslungsreich, das mir kein vergleichbarer Film einfällt, der auch nur irgendwie als Referenz dient.

Die Darsteller, die Malick um sich versammelt hat, leisten alle gute bis sehr gute Arbeit und die Vorstellungen lehnen sich stark ans Theaterspiel an. Das ist aber auch nicht so wichtig, weil es sich hier ehr um Nebensächliches handelt...denn der wahre Star des Filmes sind nicht seine Schauspieler...sondern das Leben...mit all seine wachsenden und verwelkenden Seiten...Evolution.

10/10

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