Review


Inhalt:

China..., Ende der 1920er Jahre. Der kleine Ting Tien-Hsiung ist erst 8 Jahre alt, als sein Vater Ting Chi-Sheng brutal getötet wird.
Der skrupellose Yung Hao (Tien Yeh) ist hinter einer Nachlass-Urkunde hinterher, die der Getötete besitzt.
Yung Hao und dessen Schergen, sie ermorden Ting, lassen jedoch Ting Tien-Hsiung am Leben. Sie glauben nicht daran, dass der Junge ihnen jemals gefährlich werden könnte.

10 Jahre vergehen. China ist mittlerweile in den 2. Weltkrieg verstrickt, und die Japaner halten weite Teile des Landes an der Küste besetzt.
Und Yung Hao kollaboriert mit den Besatzern, mit Captain Yamamoto (Hsieh Han).
Und aus Ting Tien-Hsiung (Yip Fei Yang) ist derweil ein junger Mann geworden, der zwar durch das Trauma des Todes seines Vaters stumm wurde, doch auch ein hervorragender KungFu-Kämpfer ist.
Er will Rache für den Tod seines Vaters nehmen, der bevor er ermordet wurde, mit einem vergifteten Wein verteidigungsunfähig gemacht wurde.
Und diesen Wein flößte ihm Miss "White Rose" (Fan Ling) ein, die Gespielin Yung Hao´s, auch sie soll der Rache Ting´s anheim fallen.

Ting bestreitet einen Kampf nach dem nächsten..., und dezimiert die Schergen Yung Hao´s immer mehr.
"White Rose" und auch Yamamoto sterben dabei durch die Hand Tings.
Und schließlich verschleppt Ting gar die Tochter Yung Hao´s, die schöne Wan Yu (ebenfalls Fan Ling).

Als Wan Yu von zwei Kämpfern Yung´s befreit werden kann, und Ting einen Wasserfall hinunterstürzt, scheinen die Dinge entschieden.
Doch es kommt zum Show-Down..., zum erbarmungslosen, endgültigen Kampf und zum Duell auf Leben oder Tod zwischen Ting Tien-Hsiung und Yung Hao.
Das blutiges Schicksal... nimmt seinen Lauf...!


Fazit:

Die beiden "Furious"-Filme von Regisseur Yao Feng-Pan sind Klassiker des klassischen, chinesischen Old-School-Eastern..., ohne sie kann mein Werk hier auf dieser website nicht sein.
Und hinsichtlich meines Werkes hier...., befinde ich mich so ganz langsam... auf der Zielgeraden.
"Furious Dragon"..., ein knallharter KungFu-Actioner aus Taiwan, ein kerniger, intensiver Eastern für die Fans des Genres.

In rau-düsterer Atmosphäre, in schummrigen Bildern gehalten, konzipierte Regisseur Yao Feng-Pan für die Studios von "Hwa Kuo Movies" auf Taiwan eine klassische, gängige und routiniert-strikt inszenierte Storyline, einen typischen KungFu-Actioner als Prototypen für einen Rache-Eastern.
Und im Stile der das Genre zu dieser Zeit prägenden Filme mit Bruce Lee...., haben wir hier wieder den einsamen, harten Fighter, der kalt und gar absolut stumm, ohne ein Wort zu sagen, seine Rache kompromisslos angeht und durchzieht.
Alles in dunklen Bildern gehalten..., und in einer schlicht-nüchternen Kulisse, gleichwohl auch eine etwas dichtere Atmosphäre duch Wasserfälle und Stromschnellen in der pittoresken Bergwelt Taiwans hier phasenweise entsteht.
Stringent und zielgerichtet, schnörkellos und routiniert in Szene gesetzt, gleich mit dem brutalen Mord am Vater des Anti-Helden beginnend, entwickelt sich ein so ganz typischer Rache-Plot, und der Fan des klassischen Eastern ist in seinem Element.

Nuancen setzt die Regie durch den Anti-Helden, der nicht ein Wort sagt in diesem Streifen..., und die zart angedeutete Romanze zwischen diesem eher kalten Helden und seinem Entführungs-Opfer, dargestellt von einer Schauspielerin die gar in einer Doppel-Rolle in diesem Film auftritt.
Es bleibt zwar alles an der Oberfläche... -ist ja ein Eastern-...., doch kann die Regie hier überraschende, fast auflockernde Nuancen setzen.

Yip Fei Yang..., deutschen Easternfans vornehmlich aus "Kung Fu Man" und dem exzellenten "Eine Prise für tödliche Pfeifen" (siehe meine Reviews auf dieser website) jeweils an der Seite von John Liu und Hwang Jang Lee bekannt..., zeigt hier eine ganz andere Performance.
Stumm und kalt...., und nur von einem beseelt: Rache..., seine Figur will nur eines, blutige Rache für den Tod des Vaters nehmen, der heimtückisch vergiftet und dann brutal getötet wurde.
Yip Fei Yang... hier natürlich vor allem actiontechnisch gefordert, und er ist ein klasse Fighter, echt starkes KungFu voller Körperbeherrschung, voller brutaler Härte.

Fan Ling ist teils an seiner Seite, als Entführungsopfer, die Tochter seines Erzfeindes, die zarte Gefühle zum Helden entwickelt,
Doch ist Fan Ling in einer Doppel-Rolle auch Gegenspielerin Yip Fei Yangs, als hintertriebene Bar-Dame und Gespielin seines Feindes.
Das packt Fan Ling ganz locker..., und man nimmt ihr beide Figuren ab.
Zudem ist die attraktive Actrice natürlich ein Blickfang.

Tien Yeh ist der Haupt-Villain, mit Glatze und brutaler Aura..., am Ende verfällt er dem Wahnsinn, auch Tien Yeh zeigt eine intensive Darstellung, und am Ende kommt es für ihn zum gnadenlosen Duell mit Yip Fei Yang.
Hsieh Han..., ist als japanischer Captain natürlich eher grob skizziert in seinem Charakter, genervt und nur an Erfolgen interessiert..., und Hsieh Han agiert solide in seinem ja eher stereotypen Rollenbild.

Wichtigstes ist natürlich die satte KungFu-Action..., eine Schlägerei nach der anderen, ein Kampf folgt auf den nächsten.
Und es sind klasse Fights..., reell, die auf Realistik basierende KungFu-Action ala Bruce Lee, und doch ist das Technische hier vollauf vorhanden.
Denn Yip Fei Yang fightet mit klarer Handkante, und hohen Tritten, richtiges wenn auch reelles KungFu, die Fights "1-vs-5" sind rasant-dynamisch choreographiert, die Intensität der KungFu-Fights ist hoch, und die Brutalität in diesem eisenharten Actioner verdichtet sich natürlich mit zunehmender Laufzeit.
Selbstredend mündet alles natürlich in einen dramatischen Endfight, ein Duell der Haupt-Akteure.

"Furious Dragon"..., viel gibt es über diesen knallharten, klassischen Eastern, diesen KungFu-Actioner mit gängig-routinerter Story und kernigen Fights nicht zu sagen.
Ein starker Martial-Arts-Film für die eingefleischten Eastern-Fans.

8/10.

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