Dies hier ist mal wieder ein vollkommen sinnloser (und ebenso unnötiger) Versuch einen Hitchcock-Klassiker (Rope [USA 1948 ] dt.: Cocktail für eine Leiche) durch ein Quasi-Remake, mit modernisiertem Inhalt, neuzuverfilmen.
Ging dies schon bei A Perfect Murder (USA 1998 dt.: Ein Perfekter Mord ) in Bezug auf Hitch´s Dial M For Murder (USA 1954 dt.: Bei Anruf: Mord) nach hinten los, so konnte es auch Barbet Schroeder einfach nicht lassen dem Altmeister des Suspense seine Ehre erweisen zu wollen.
Dabei wird Rope jedoch nur in seinen Grundzügen (zwei arrogante Heranwachsende, wovon sich einer dem anderen gegenüber dominant verhält, begehen den scheinbar "perfekten" Mord) zitiert, und so verwundert es kaum, dass der gesamte restliche Inhalt des Films sowie seine Protagonisten und Sets, vollkommen dem zeitgenössischen Mainstream-Hollywood-Klischee entsprechen. Wenn dann die Handlung noch langweilig dahinplätschert und die Hauptdarstellerin Sandra Bullock (wie immer: hübsch aber untalentiert) heisst, kann das Vorhaben eigentlich nur scheitern. Und das tat´s dann auch im Großen und Ganzen. Murder By Numbers ist ein müder, technisch fast auf TV-Film-Niveau angekommener Thriller, der seine Zuschauer kaum bei der Stange halten kann.
Fazit somit: 6 von 10 (mit stark fallender Tendenz!)