Wer hätte gedacht, dass ein Streifen, der nur über Facebook verkauft wird, zu den gelungensten Genrevertretern des Slasher- Films der letzten 10 Jahre gehört!?
Ich zugegebenermaßen nicht wirklich, aber so kann man sich täuschen und positive Überraschungen sind eine gern gesehene Abwechslung.
Die Geschichte von Sibling: Marcus Miller the Orphan Killer ist mit simpel ausreichend beschrieben, jedoch ihrem Zweck mehr als dienlich, denn durch die thematische Vermischung von Waisenkindern und einer großen Weltreligion entsteht eine ganz eigene Atmosphäre, die durch den vereinzelten Einsatz von Heavy Metal- Musik noch einmal verstärkt wird.
Die Schauspieler- allen voran die wirklich heiße Diane Foster, die einer durchaus ansprechenden Nacktszene beiwohnt- wissen, neben dem extraordinären Flair, zu überzeugen.
Im Endeffekt kann man alles tot analysieren oder kaputt quatschen, deswegen Folgendes:
Wer Laid To Rest und 100 Tears mochte, wird auch den Orphan Killer mögen und mit Marcus Miller eine kurzweilige Unterhaltungsquelle haben. Ich persönlich fand den Film großartig, weil er genau das ist, was er sein will und das ist nichts anderes als schnörkellose Schlitzer- Kost in der Tradition der 80er- Jahre- Slasher wie zum Beispiel Bloodnight oder Die Forke des Todes.
Die Morde sind noch ein weiterer Pluspunkt, da sie zwar nicht übermäßig innovativ inszeniert sind, aber unfassbar packend in Szene gesetzt wurden.
Die extreme Gewaltdarstellung (abgetrennte Gliedmaßen, zermatschte und abgeschlagene Köpfe, usw.) ist schlussendlich das Sahnehäubchen, nicht zu verachten und sollte Sibling: Marcus Miller the Orphan Killer jemals einem deutschen Zensor in die Hände fallen, wäre dies für die geballte Kompetenz der BPJM respektive der Staatsanwaltschaft des Vertrauens wohl ein gefundenes Fressen.
Summa summarum macht das bunte Treiben vom Orphan Killer- im Gegensatz zu dieser staubtrockenen Besprechung- mordsmäßig Laune, besticht durch eine eigenständige noch nie so da gewesene Atmosphäre und jeder Freund von Slasher- Filmen sollte sich selber einen Gefallen tun und den Film holen.
Alleine strenggläubige Christen sollten eventuell von einem Kauf absehen, da die religiöse Institution der (katholischen) Kirche doch recht unfein durch den Kakao gezogen wird.
Wer sich zu dieser Gruppe zählt, sich jedoch nicht ganz so ernst nimmt, wird hier Bestens bedient und allgemein gilt noch immer der alte Spruch: Humor ist, wenn man trotzdem lacht.