Review

Eine nette Doppeldeutigkeit ergibt sich durch den Begriff „Meat“ im Sinne von Fleisch und „meet“ im Sinne von Treffen, wenn dann noch das gleich klingende Wort „Miet“ hinzukommt, ist die Verwirrung perfekt, worum es in dieser Horror-Komödie mit Untoten überhaupt gehen mag.
Da der titelgebende „Landlord“ jedoch für den Grundbesitzer steht, läuft es auf die Vermietung eines sonderbaren Apartments hinaus, in dem Ghouls und andere Ungeheuer ihr Unwesen treiben.

Der gewichtige Tyler vermietet schon seit Jahren, doch die Cops sind ihm auf den Versen, da in dem Komplex bereits 16 Leute vermisst werden.
Die Erklärung ist simpel: Der Ghoul Rabisu und der Dämon Lamashta benötigen in regelmäßigen Abständen frisches Menschenfleisch und da sind junge Mieter jederzeit herzlich willkommen. Tyler gerät jedoch ins Schleudern, als die hübsche Donna bei ihm einzieht und Opfer der Menschenfresser werden soll…

Die Leute von der Synchro hatten offensichtlich Spaß bei der Vertonung dieses Trash-Streifens, der sich zu keiner Zeit ernst nimmt.
Mal fließen Mundarten mit ein, dann erfolgen lapidare Umgangsfloskeln in absurden Momenten und auch an Schimpfwörtern wird nicht gespart, wobei mit Büffelhüfte, Pisskrümel oder Fickritze ein paar ungewöhnliche Betitelungen in den Raum geworfen werden.

Auch die Darsteller, wenn auch allesamt nicht sonderlich talentiert und zum gnadenlosen Overacting neigend, haben sichtliche Freude bei ihrer Arbeit und werfen mit überzogenen Grimassen nur so um sich.
Tyler wird dabei die Hauptrolle zuteil, ein bärtiger Typ, der regelmäßig in der Bar des stockschwulen Pinky hockt, seine Schwester, Copgirl Amy verehrt und ansonsten nicht viel geregelt bekommt, bis eben jene Donna auftaucht, die sich soeben von ihrem Kerl getrennt hat. Nebenbei mischen noch zwei Cops mit, einige Ghouls schnappen sich zwischenzeitlich Junkies, der grünhäutige Knabe bestellt sich die Saftpresse aus dem Werbefernsehen und ein Hotelbesitzer teilt unter allen Kunden gnadenlos aus.

Dabei weiß die Geschichte zwar nicht so recht, wo der roten Faden entlang läuft und baut auch mal komplett unwesentliche Nebenhandlungsstränge aus, doch dies mit immer genügend bizarren Einfällen, um geneigte Fans bei Laune zu halten.
Dazu gesellen sich die unterirdisch schlechten Computereffekte bei Verwandlungen und Entmaterialisierungen und die nur geringfügig besseren Splattereffekte, von denen es von abgetrennten Gliedmaßen und offenem Schädel einige zu sehen gibt.

So weiß man bis zum Schluss gar nicht, woher die ganzen Dämonen überhaupt kommen, warum der gebeutelte Tyler nicht einfach wegzieht oder zumindest versucht, derer Herr zu werden und wo die ganzen Leichenreste bleiben, von denen sich im Laufe der Jahre unzählige angehäuft haben müssen.
Zum Showdown gibt es noch einige Verwandlungen und eine bedrohliche Situation infolge eines Bann-Rituals, noch ein paar nette Gewalteinlagen und doofe Sprüche, denn gegen Ende ist die Synchro vermehrt zu Scherzen aufgelegt.

Sonderlich einfallsreich ist die Geschichte nicht und allzu viel Niveau sollte man auch nicht erwarten, doch wer ein Faible für Trash, Dämonen und schlechte Tricks hat, könnte an der Chose ein wenig Freude haben, vorausgesetzt, das eine oder andere Fläschchen Bier steht griffbereit…
5,5 von 10

Details
Ähnliche Filme