Review

Von den SREAM AWARDS 2010 zum "besten schlechtesten Film" gewählt1, schwappte auch der neueste Tierhorror kürzlich als 3D-Version in die hiesigen Kinos.
Die ersten Kritiken waren vernichtend, manche Online-Reviews ebenso. Auf dem MOVIEmeter schafft Piranha 3D gerade mal 40% und die Tatsache, dass die deutsche Freigabe ab 16 ist, hat mich dann völlig alle Erwartungen zurückstellen lassen.

Zum Glück, kann ich jetzt nur sagen. Denn mit dieser Darstellerriege (immerhin Richard Dreyfuss, Elisabeth Shue, Christopher Lloyd und Dina Meyer) hätte ich eigentlich einen überdurchschnittlichen Horrorschocker erwarten können.
Zum Glück aber verwässern Kreaturen wie Ving Rhames, Eli Roth und Jerry O'Connell den Cast und senken meine Erwartungshaltung um nochmal einen ganzen Punkt.
Die Handlung, welche übrigens so seicht ist wie das Fahrwasser, durch welches die große Yacht am Ende des Films fährt, lässt aber dann auch nur noch eine einzige Schlussfolgerung für den Zuschauer übrig: Ja, dies ist ein Spaßfilm, der sich selbst nicht ernst nimmt!

Okay, Botschaft verstanden, Film ab.
Der Anfang lässt mein Filmherz gleich höher schlagen, denn Piranha 3D zeigt mir endlich, was aus dem Meeresbiologen Matt aus Jaws wurde.
Da verschmerze ich es auch, dass die folgenden 20 Minuten langweiliger Blablascheißdreck sind.
Als nächstes erkenne ich Elisabeth Shue und erneut macht sich Freude breit.
Hackfresse O'Connell zeigt als nächstes jedem Blinden, dass er der absolute Oberfiesling dieses Films ist und ich merke, dass mir das scheißegal ist. Der Film macht trotzdem Spaß und ich weiß nun, dass ich mich auf eine schöne Todesszene von dieser Frettchenvisage freuen kann.

Und kaum ist dieser Gedanke zu Ende gedacht, schlage ich die Hände über dem Kopf zusammen und verschütte fast mein Bier, denn Gianna Michaels kombiniert eine Sache, die sie gut kann mit einer Sache, die sie garnicht kann: Oben-ohne Parasailing!
Geiler Film, echt jetzt!
Die Ereignisse überschlagen sich; Eli Roth wird mit einem Motorboot der Kopf abgefahren, Jerry O'Connell wird der Schwengel abgekaut und Ving Rhames mutiert zu einem schwarzen Ashley Williams und geht mit einem Außenborder auf Monsterjagd!
HALLELUJA, dieser Film macht Laune!!!

Leider ist das Ende aber wieder absolute Oberscheiße, was die Gesamtwertung um 1 Punkt senkt.
Da dies aber mein letztes Review für dieses Halloween-Special ist, schlüssel' ich die Punkte noch einmal schön auf für euch:

* 3D-Effekte: 1 Punkt
* Elisabeth Shue Comeback: 1 Punkt
* Richard Dreyfuss Cameo: 1 Punkt
* Gianna Michaels: 2 Punkte
* allgemeiner Tittenbonus: 1 Punkt
* allgemeiner Gorebonus: 1 Punkt

Daraus ergibt sich ein Endergebnis von 7 von 10 gefühlsechten und von Gott geschaffenen Naturpunkten für diese Neo-Trashperle.
Viel Spaß beim angucken und vielen Dank für's lesen!

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