Urgh, knabber knabber. Nackte Haut. Urgh, knabber knabber. Das allein beschreibt den Film schon hervorragend, denn wirklich viel kann man zu diesem Quatsch nicht schreiben. Ja, man soll Filme als das bewerten was sie sind. Was also möchte Piranha 3D darstellen? Nun, um es knallhart auf den Punkt zu bringen : Der Film ist blöd. Der Film ist sogar saublöd. Allerdings ist es ein Fun-Splatter-Film, der eigentlich nur auf Partys, wo viel Alkohol fließt, gezeigt werden sollte. Zudem gibt es für das männliche Publikum übertrieben viel nackte Haut, natürlich nur von weiblichen "Schauspielerinnen" mit potthässlichen Silikon-Brüsten, zu bewundern. Irgendwann greifen dann die Piranhas an und wir dürfen uns eine Blutlache nach der Anderen ansehen. Wie das so ist in Horrorfilmen, verhalten sich die Protagonisten mega doof. So darf sich bspw. ein schwarzer Polizist für die Gemeinde völlig unnötig opfern, nur um das Klischee der Schwarzen in Horrorfilmen wieder einmal zu bestätigen. Dann haben wir eine Sheriff-Mutter, die scheinbar auch noch nichts von der Schauspiel-Schule gehört hat. Ansonsten geht alles seinen gewohnten Gang. Menschen werden getötet und unsere Hauptprotagonisten überlegen sich einen Plan. Ich gebe zu einige Szenen waren so absurd, dass mir der ein oder andere Lacher über die Lippen kam. Da wäre zum einen die völlig bescheuerte Schiffsschrauben-Szene, wo sich ein Mädchen mit ihren Haaren drin verfängt. Ich will nicht verraten was genau mit dem Mädel passiert, aber die Szene war SO dumm und SO blöde, dass es schon wieder witzig war. Bei den Schauspielern waren nur Jerry O'Connell, als ekelhafter Pornoproduzent, und der Gastauftritt von Christopher Lloyd erwähnenswert. Auch wenn der Film ein Trash-Film ist und mehr als das nicht sein will, habe ich mir dennoch bisschen mehr Fun erwartet. Besonders das Ende war derart bescheuert gesetzt, dass die Freude auf eine Fortsetzung eher gedämpft wird. Nach der überraschenden Wendung am Ende war ich der festen Übersetzung, dass jetzt das große Finale vor uns steht. Aber nein was kommt? Der Abspann! Einfach mitten drin, wo man das Gefühl hat, dass es jetzt auf Richtung Showdown zusteuert. Ein spannender Höhepunkt fehlt somit in diesem Film komplett. Mehr gibt es eigentlich nicht zu schreiben, der Film ist nichts Halbes und nichts Ganzes. Man sollte ihn sich auf einer Party mit viel Alkohol angucken, aber zum alleine (oder zu zweit) gucken ist der Film gänzlich ungeeignet.
Fazit : Definitiv Alexandre Aja's schwächster Film. Der Film ist teilweise einfach zu blöd und regt in manchen Szenen mehr auf, anstatt zu unterhalten. Bin doch unerwartet enttäuscht von dem Film. Trotzdem, nach "Der weiße Hai" und "Deep Blue Sea" ein besserer Vertreter des Unter-Wasser-Horrorfilms.
5/10