Review

PIRANHA  - ein Movie mit Biss!

Ja, Regisseur Alexandre Aja ist ein Horrorfilmfan. Er hat dies den Zuschauern schon mit anderen Streifen (HIGH TENSION, THE HILLS HAVE EYES) bewiesen. Im Tierhorror-Sektor hat man ihn jedoch noch nicht „fischen“ gesehen. Er beweist auch hier virtuos und fulminant, dass er nicht weder Fisch noch Fleisch ist, sondern eine klare Line fährt: Unterhaltung pur!
Wer allerdings Tiefgang erwartet, erleidet brutal Schiffbruch. Logik und intellektuelle Tendenzen werden buchstäblich in Stücke zerrissen. Die Animationen mancher Piranhas sehen sensationell, andere wiederum stark trashig aus. Gastsauftritte hier und da halten den Filmfan bei Laune. Die Spannung kommt gut an, auch die Splatter-Fraktion kommt gerade im letzten Drittel voll auf ihre Kosten.
Es gibt Negativlinge, denen kommt die Chose zu barbusig, zu blutig und zu prollig pubertär herüber. Ich bin immer wieder überrascht, dass solche Zuschauer irrtümlicherweise solche Filme sehen und völlig fassungslos mit dem Gezeigten konfrontiert werden. Auf dem deutschen Kinoplakat liegt eine vollbusige Bikiniträgerin auf einer Luftmatratze im Meer, unter ihr Piranhas und über ihr der Schriftzug: „Es gibt Fisch, Baby!“ Auf dem französischen Cover ist das gleiche Bild mit dem Schriftzug: „ Sea, Sex and … Blood!“
Ja, richtig … mhmm … der „ahnungslose“ Kinogänger hat keine Ahnung, was auf ihn zu kommt … ach, ja?
Ich wusste von Anfang an, was angesagt war: Spaß, Spannung, Splatter pur!
Einziges Manko ist, dass der extrem unterhaltsame Streifen zu kurz geraten ist.
Aja hat es als Horrorfilm-Regisseur erneut geschafft, sehr gut zu punkten und sein Publikum zu unterhalten.

Fazit: Beißt zu!

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