So, nun habe ich mir auch endlich mal den "Kinohit" des letzten Jahres, von dem viele so geschwärmt haben, reingezogen.
Naja, wirklich viel bietet der Streifen ja nicht. Es gibt jede Menge Brüste (immerhin ist es "Spring Break Time"), nacktes Fleisch und Blut zu sehen, und natürlich einige sehr hungrige, richtig fiese kleine Piranhas, die dieses Blutbad unter den feierwütigen College-Studenten veranstalten.
Die Story, wenn man das denn so nennen kann, beginnt relativ harmlos, entwickelt sich dann aber immer mehr zu einem riesigen Gemetzel, bei dem werden nicht nur Arme abgerissen, sondern auch Augen werden aus den Köpfen "entfernt", Ober- und Unterkörper werden zerrissen und jede Menge mehr blutiger, teils ziemlich ekliger Szenen wartet auf den Zuschauer.
Leider kommt während des gesamten Geschehens nie wirklich Spannung auf, denn die meisten der Szenen sind vorhersehbar und Überraschungsmomente gibt es keine.
Wenn man die Darstellerleistungen bewerten würde, müsste man allen das Prädikat "besonders gut" verpassen, denn die vielen Teens, aber auch andere, agieren klischeebedingt blöd und kreischen wie verrückt. Gut, bei einem Gore-Streifen wie es Piranha nun mal ist, erwartet man sowieso keine Glanzleistungen, aber was zum Beispiel sollte die Szene, in der einer der College-Studenten versucht auf einem Motorboot Richtung Ufer zu heizen und dabei jede Menge seiner Kumpane mit der Bootsschraube zerhäckselt?! Total sinnfrei und unpassend.
Aber genug gemeckert: Die vielen Splatterszenen, die es hier zu bestaunen gibt, sind allesamt überzeugend und sehr realistisch inszeniert, sodass es eine wahre Freude ist.
Natürlich gibt es auch hier etwas zu bemängeln, gerade was Logik angeht, denn als Ving Rhames den Motor eines Motorboots als Waffe gegen die Piranha einsetzt und eine ganze Menge von ihnen zu Sushi verarbeitet, habe ich mich wirklich gefragt, wieso die Piranhas so dumm sind und reihenweise in die Schraube schwimmen, nur damit einer als "Held" dasteht.
Das Ende des Films macht dann leider einiges kaputt, da es dann doch irgendwie vorhersehbar ist, zudem sehr unpassend und dämlich gewählt wurde. Ich will hier aber gar nicht verraten wie der Film endet, denn damit würde ich einigen wahrscheinlich die Lust auf diesen Film nehmen.
Soviel sei gesagt: Wer auf Splatterszenen satt steht, nicht viel nach Logik oder Sinn fragt, der wird hier garantiert prächtig unterhalten. Da ich bei diesem Streifen von Anfang bis Ende wirklich super unterhalten wurde, kann ich "Piranha" nur weiterempfehlen!
Na dann "Guten Appetit"!
7/10