“How Much Is The Fish!?“ (H.P. Baxxter)
Spring Break am Lake Victoria. Das heißt: Sonne, Sex und Saufen. Das Partyvolk hisst die Bierbongs und zieht die Bikinis aus. Durch ein Erdbeben öffnet sich am Grunde des Sees eine Erdspalte, die einen Schwarm Urzeit-Piranhas aus einem unterirdischen See befreit. Die Warnungen des örtlichen Sheriffs (Elisabeth Shue) werden in den Wind geschlagen. Die Folge: Der See färbt sich rot…
Summertime Is Splatter Time!
Nachdem sich das 3D-Konzept bereits ein Jahr zuvor bei MY BLOODY VALENTINE bewährte, legte Regisseur Alexandre Aja (THE HILLS HAVE EYES, HIGH TENSION) 2010 mit seinen dreidimensionalen, schuppigen Allesfressern noch mal tüchtig eins drauf. PIRANHA 3D ist eine FX-lastige Schlachtplatte voller Blut, Gekröse und Eingeweidegulasch, dabei aber so unbeschwert und witzig wie Peter Jackson in seinen besten Jahren. Der Film ist gespickt mit Anlehnungen und augenzwinkernden Andeutungen. Gleich zu Beginn, als ein sichtlich gealterter Richard Dreyfuss (DER WEISSE HAI) auf einem morschen Ruderboot in der Mitte eines Sees „Show Me The Way to Go Home“ trällert und postwendend von einem Schwarm von schwimmenden Fleischhäckslern zu Rinderragout verarbeitet wird, weiß der geneigte Filmfreund, aus welcher Richtung der Wind weht. Es folgt die pralle Fleischeslust in Form von praller, holder, weiblicher, dicktittiger, Silikon aufgespritzter… ächz, geile Weiber mit Megatitten! Kernstück des Films sind – neben dem Splatter – also viele hübsche Damen, die mit ihren Reizen nicht geizen. Highlight dessen gewiss FHM-Girl Kelly Brook. Ins Boot holte sich Aja aber auch ein paar Starlets aus der Pornobranche, die er in Nebenrollen oder Cameos versteckte, wie z.B. Riley Steele, Gianna Michaels und Ashlynn Brooke. Allesamt zaundürr und obenrum aufgepumpt wie ein Zeppelin – geil!
„Es gibt Fisch, Baby!“ (Werbezeile)
Die Piranhas sind mittelprächtig animierte Schuppenviecher mit Sägeblatthauern, sehen jedenfalls nicht wirklich realistisch aus. Die Splatter-FX sind dagegen allererste Sahne: Abgenagte Knochen, Zweiteilungen, Amputationen, Augäpfel, Skalpierungen – und alles schön oldschool und in Latex. Schlabber fetz!
Der Film bietet ein wahres Staraufgebot von Genregrößen, u.a. Christopher Lloyd (ZURÜCK IN DIE ZUKUNFT), Ving Rhames (PULP FICTION) und Elisabeth Shue (LEAVING LAS VEGAS). Der frisch gekrönte Splatterpapst Eli Roth (HOSTEL, „Bärenjude“ bei den BASTERDS) hat einen Miniauftritt als debiler Animateur und stirbt fies. Allerdings nicht so fies wie Pornoproduzent und Filmfiesling Derrick (Jerry O’Connell), dem der Schniedelwutz abgebissen wird. Ein paar Piranhas streiten sich in Nahaufnahme um das amputierte Gemächt, ein Killerfisch rülpst das malträtierte Würstchen dann gar aus, was in 3D wirklich nett rüberkommt.
Splatter: (+)(+)(+)(+)(+)
Fun: (+)(+)(+)(+)(-)
Nudity: (+)(+)(+)(+)(-)
Fazit:
Fische mit (Silikon-)Titten! Eine Summertime-Splatterparty Deluxe!