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Spring Break, alle ticken aus. Nachdem im Lake Victoria ein Unterwasserbeben einen Zugang zu einem weiteren unterirdischen See freigelegt hat, strömen unzählige, ausgestorben geglaubte Killer-Piranhas Richtung Strand.

Mehr muss man dazu eigentlich nicht sagen, denn wer die schon vor Jahrzehnten geltende Formel diverser B-Schocker aus dem Genre des Tierhorrors kennt, dürfte ziemlich schnell wissen, wie der Hase läuft. Oder der Fisch schwimmt. Je nach Sichtweise kann man das Werk als Hommage an eben diese Filmchen oder aufgrund der fast permanent ins Bild springenden Titten als einen leidlich spaßigen, auf ein pubertierendes Zielpublikum zugeschnittenen Slasher sehen.
Es werden nicht viele Klischees ausgelassen, was man im Grunde aber auch erwartet. Gestandene Schauspieler wie Richard Dreyfuss (geht gleich am Anfang drauf) und Christopher Lloyd haben Kurzauftritte, der Rest (unter Anderem Elizabeth Shue und Jerry O'Connell) macht sich irgendwie durch die Geschichte, die immer dann scheitert, wenn sie ein bisschen Spannung erzeugen will. Dabei nimmt sich der Film aber nicht wirklich ernst und so ist das irgendwie zu verschmerzen; ein echter Horrorfilm sollte das wohl nie sein.

Warum schaut man sich das also an? Der Schnetzeleien wegen und hier kommt "Piranhas" im letzten Drittel in Fahrt, wenn die Strandparty wortwörtlich in ein Blutbad verwandelt wird. Störend sind die oft eingesetzten und trashigen CGI-Effekte, trotzalledem hat man auch einiges an Handarbeit parat und zumindest das ist ansehnlich umgesetzt worden. Leider ist das, was dem vorausgeht, größtenteils fade und hält nicht unbedingt das Interesse hoch. Außer man steht drauf, gefühlte Stunden auf aufgeblasene Oberweiten und überhaupt mehr oder minder unbekleidete Leuten zu gaffen. Aber dann kann man auch "Hostel" schauen. Wobei der auch nicht besser ist.
Michael Wandmachers Soundtrack klingt retro, passt also. Die Kameraarbeit ist übersichtlich, reißt keine Bäume aus, fängt die Landschaften aber in satten Farben und mit einigen schönen Einstellungen ein.

Killerflossen anno 2010 ist weder die neue Partygranate, noch totale Grütze. Vielleicht hab ich aber auch einfach nur den falschen Tag dafür erwischt.

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