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Wie in den Filmchen der 70er wird schon in den ersten Sekunden erst einmal durch frontale nackte Haut versucht klar zu machen, dass es sich um einen Erotik-Thriller handelt. Leider Fehlanzeige. Weder verspürt man einen Thrill, noch ist Erotik in nachhaltiger Form vorhanden. Nackte Tatsachen sind nicht gleich Erotik. Nur kalt kommen einen die Hochglanzbilder dieser so vorhersehbaren Story der Karen (Sonja Richter), die doch beruflich erfolgreich und privat glücklich ist und eine Affäre mit Maciek (Marcin Dorocinski) beginnt, vor. Kein Funke springt über und die Geschichte wirkt nicht nur mau sondern auch im weiteren Verlauf unglaubwürdig und da können auch die sehr stylischen Bilder von Foto-Shootings nicht weiterhelfen.

Im Gegenteil. Aber zugegeben, die schauspielerische Leistung von Sonja Richter ist solide und sie versteht es den verschiedensten Situationen eine entsprechende Mimik und Gestik mitzugeben. Und immerhin ist sie nicht eine klassische Schönheit oder tritt hier als 1A Modell auf sonst wäre die Schmonzette noch unglaubhafter und tiefer abgesunken in der Bewertung. Sie überzeugt durch Natürlichkeit und eine herbe Schönheit die nachhaltig attraktiver ist. Ihr Bachelor Maciek allerdings kommt dieser Bezeichnung recht nahe und kann außer sich selbst schön in Szene zu setzen nicht viel bieten.

Zum Ende hin wird dann noch ach so dramatisch, sogar metaphorisch und damit soll dann wirklich genug sein. Genug von Lächerlichkeiten und platten Dialogen sowie Klischees die an ärgste TV-Dramas erinnern. Und damit wollen wir uns ja eigentlich nicht belasten wenn wir uns gezielt einen Film wählen. Somit bietet UNTER DIE HAUT nicht viel Sehenswertes und aufgrund der im Film übertriebenen Erotik fällt zum Abschluss nichts besseres ein, als das unglaubliche wahre Motto „Sex ist nur wichtig, wenn man ihn nicht hat“ wie der geniale Poet William S. Burroughs glaube ich mal gesagt hat. Da ist sehr viel wahres dran…

3/10 Punkten

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