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2010 war es endlich so weit. Die Puppen kamen nach Hause. 11 Jahre hat es gedauert bis Full Moon endlich einen richtig echten neuen Puppet Master Teil in die Läden gebracht hat. Der 2003 entstandene Puppet Master Legacy hat sich ja fast ausschließlich aus altem Material zusammen gesetzt und das Spin-off Dämonische Spiele hat ja nicht einmal die richtigen Puppen benutzt. Aber nun kann man diese Fehlschläge vergessen und sich endlich einem wahren Puppet Master Teil widmen. Doch wie wird abschneiden?? Kann er überzeugen oder wird er das gleiche abliefern wie die drei Teile vor ihm?

Die Puppen haben ein neues zu Hause gefunden. Nach dem Tod von Andrej Toulon, nimmt sich Danny ihrer an. Nach seiner Rückkehr aus dem Bodega Bay Inn muss er feststellen, dass die Nazis, welche Toulon umgebracht haben, nun auch in seiner Heimatstadt dabei sind, das Böse über die Amerikaner zu bringen. Dabei bekommen sie Hilfe von drei Japanern. Doch Danny lässt sich das nicht gefallen und so zieht er in den Kampf, zusammen mit Blade, Mrs. Leech, Tunneler, Jester, Pinhead und einem neuen Verbündeten.

Die Geschichte von Axis of Evil ist eigentlich ganz nett geraten. Natürlich bietet sie keine riesen Innovationen, aber dafür war die Reihe ja noch nie bekannt (abgesehen vom ersten Teil, der die Puppen ja erst erschaffen hat). Zudem wurde fast der komplette Anfang vom ersten Teil recyclt, dies hat zwar den Vorteil, das Fans eine nette Hommage an diesen bekommen, aber wirklich neu ist das Ganze daher natürlich nicht. Ab und zu kriegt man dann noch die neuen Charakter präsentiert, die in den Anfang reingeschnitten wurden.

Die Schauspieler machen ihren Teil ganz gut. Die Japaner sehen nett aus und sprechen auffallend akzentfrei, dies gilt natürlich nur für den englischen Originalton. Auch die deutschen sprechen interessanter Weise ohne erkennbaren Akzent, was sogar für die Story wichtig ist.

Bei der Kamera freut man sich zu Beginn, dass wieder die Sicht der Puppen gezeigt wird, dies gilt allerdings nur für den recycelten Anfang aus dem ersten Teil. Wirklich schade, dass man hier nicht angeknüpft hat. Die Idee ist nämlich wirklich klasse und außergewöhnlich. Während dem Rest des Films wird dies dann leider vergessen und so bekommt man eben nur eine übliche Kamera präsentiert, ohne wirklich Neues und Interessantes. Schade.

Die Musik ist genauso wie die Kamera leider nicht wirklich Fantreu. Gleich am Anfang hofft man jede Sekunde, dass die klassischen Töne des Scores von den ersten drei Teilen erklingen, aber es passiert nicht. Dann der Vorspann. Und man bekommt eine interessante, wenn auch nicht besonders tolle, Variation des gewohnten Themas präsentiert. Ja und das wars dann, der restliche Score duddelt so vor sich hin ohne wirklich an die klasse des Originalscores anknüpfen zu können. Hier wäre deutlich mehr drin gewesen, besonders nach dem Anfang.

Die Effekte sind Puppet Master üblich und deutlich besser als die grausigen und trashigen Effekte von Dämonische Spiele. Alle liebgewonnenen Puppen sind wieder dabei. Ohne technische Upgrades, dafür makellos und genau so wie man sich es wünscht. Die neue Puppe ist auch richtig cool geworden. Ansonsten gibt es für Gorehounds leider nur sehr wenig zu sehen. Hier wäre eine FSK 18 locker drin gewesen, aber X-Rated wollte wohl lieber mehr Geld mit ungeprüften Sachen machen. Naja, eigentlich sterben nur ganz am Schluss (die letzten 20 Minuten) ein paar Leute und das war es dann auch schon.

Fazit: Sehr guter neuer Puppet Master Teil, der zwar wenig Blut bietet, dafür aber mit Charme und coolen Puppen punkten kann. Als Fan der Reihe muss man den Film einfach gesehen haben. Nach Teil 3 wieder einer der besten in der Reihe. Und der Nachfolger Axis Rising ist auch schon fertig und setzt am Clifhanger von Axis of Evil an. Man darf gespannt sein, was einen da erwartet.

8/10 Punkten

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