Eine Zombieseuche ist ausgebrochen und der Militäringenieur Brian Murphy erleidet auf der Flucht von Afrika einen Flugzeugabsturz, überlebt diesen aber und wird wieder an der Küste angespült.
Auf seinem Weg durch das zombieverseuchte Land begegnet er Sgt. Daniel Dembele, der seinen Sohn in diesem Chaos sucht. Gemeinsam machen sich die beiden auf den Weg zum letzten besetzten Militärstützpunkt.
Na endlich mal wieder ein klassischer Zombiefilm, dachte ich. Keine Untoten, die rennen und dazu ein unverbrauchtes Setting: Afrika.
Leider wurde ich am Ende doch recht enttäuscht.
Der Film kommt recht gut in Fahrt, beginnend mit dem Flugzeugabsturz und den ersten Kontakten mit den Untoten am Strand.
Schnell stellt sich allerdings ein gewisser Leerlauf ein und der Film strotzt vor Logiklöchern und der Dummheit der beiden Hauptdarsteller. Diese machen ihren Job (schauspielerisch) recht gut, aber ohne groß herausragend zu agieren. Viel mehr ist nicht zu vermerken, der Rest besteht im Grunde nur aus Untoten.
Und hier fängt das Problem schon an. Afrika, ein riesen Kontinent mit unglaublich weiten Flächen, aber so gut wie in jeder Einstellung gibt es mindestens einen Zombie (wenn nicht noch mehr).
Kaum halten die beiden Darsteller irgendwo an, sind sie in kürzester Zeit von mehreren Untoten umstellt. In Dörfern, etc. verstehe ich das ja noch, aber selbst im letzten Eck treffen die beiden ständig auf die Fleischfresser.
Dazu sind die Zombies leider nicht wirklich gut gemacht. Sie bestehen hauptsächlich aus Kontaktlinsen! Gute Masken sieht man nie, ab und an gibt es fehlende Gliedmaße, o.Ä.
Effektemäßig gibt es einige blutige Headshots und ein bis zwei gut gemachte Effekte. Das ist nicht die Welt, aber lieber etwas weniger und dafür (wie hier) gut gemacht.
Leider stellt sich auch schnell ein Leerlauf ein und man ist gewillt auf die Uhr zu schauen, wann der Film endlich aus ist. Eine Straffung der Handlung hätte hier gut getan, da sich auch schnell eine Routine einstellt (Problem, Problem lösen, Untote, Flüchten und wieder von vorne).
Leider gibt es auch ein paar Logiklöcher und Dummheiten, die mir sauer aufgestoßen sind und die ich hier mit
SPOILERWARNUNG erläutere:
- Gleich zu Beginn montiert der Ingenieur in aller Eile einen Reifen ohne Werkzeug. Dieser Reifen sitzt dann bombenfest und zwar so lange, bis die Karre Schrott ist (nach dem Unfall sind die beiden auch blitzartig von Zombies umstellt).
- Ständig sind überall Untote, selbst "am Arsch der Welt" / "in der letzten Pampa".
- Die beiden Hauptprotagonisten schleppen ein Benzinfass nachts durch Afrika. Es müsste wirklich stockdunkel sein, es gibt aber von irgendwoher in Bodennähe ominöse Lichtquellen (gut, diesen Fehler haben auch andere Filme)
- Obwohl die Zombies überall sind, sieht man nach einer Flucht auf einmal keine mehr und die beiden Hauptdarsteller machen sich Nachts gemütlich ein Feuer und essen. Dumm, das sie dann einschlafen (gut sie haben ein Warnsystem aufgebaut, bereuen dies aber bitter). Ne, das grenzt an Debilität (entschuldigung)!
- Nachdem nur noch der Ingenieur übrig ist, wandert dieser (trotz Warnung) durch ein ganz übles Gebirge, wo sich nicht mal Einheimische hin trauen. Schafft er allerdings locker...
- Gleich danach noch durch die Wüste, auch kein Problem!
- Am Militärstützpunkt angekommen, metzelt er sich dann noch mit letzter Kraft und einer Machete locker durch eine Horde Untoter.
- Klar, das dann kurz nach seiner Ankunft diese Basis von den Zombies gestürmt wird (kein Wunder bei den miesen Holztüren und nicht verputzten Steinen.
SPOILER ENDE
Tja, am Ende bleibt eine solide Darstellerleistung, einige gute Goreeffekte und eine anständige Musikuntermalung.
Die Kameraarbeit stich positiv heraus und fängt oft stimmungsvolle Momente und Spannung ein.
Leider stellt sich, wie schon erwähnt, schnell ein Leerlauf ein und die Logiklöcher und Handlungen der beiden Hauptakteure reißen den Film allerdings ziemlich runter.
Hier hat man leider viel Potential verschenkt, gerade da das Afrikasetting auch sehr unverbraucht ist.
Somit kommt der Film gerade nur etwas über Durchschnitt und kann nicht an erfolgreiche Vertreter des Genres anknüpfen.