Review

Wenn man sich die Kinofilme der letzten Jahren anschaut, dürfte dem Filmfreund der Name Emma Stone das ein oder andere mal aufgefallen sein. Ob in "Zombieland" als auf den ersten Blick toughe Zombiekillerin, in "Crazy stupid love" als liebes Mädchen welches dem Charme eines Aufreissers verfällt oder als Love interest im neuen "Spider-man" Ableger, stets hat die junge Darstellerin eine gute Figur abgeliefert und dürfte mittlerweile zur A-List Hollywoods gehören.

Im 2010 entstandenen "Einfach zu haben" durfte sie dabei das erste mal eine Hauptrolle übernehmen.

Olive (Emma Stone) teilt das Schicksal von tausenden High School Schülern und Schülerinnen. Sie ist einfach normal und unscheinbar. Sie ist in keiner Clique, keinem Club, keiner Verbindung oder sonstigem. Ihre beste Freundin ist Rhiannon (Aly Michalka), welche nur allzu gerne über ihr "Sexleben" schnattert. Genervt  von dem ganzen entschließt sich Olive ihr eine Lüge aufzutischen, damit sie nicht mehr als allzu prüde gilt.
So erzählt Olive, welche in Wahrheit noch nie ein Date hatte, das sie Sex mit einem älteren gehabt hätte, natürlich bleibt ihre Lüge nicht lange ohne Folgen und schon bald zerreißt sich die ganze Schule das Maul über Sie.
Als ihr Kumpel Brandon(Dan Byrd) sie um den gefallen bittet so zu tun als hätten sie miteinander geschlafen, damit er nicht mehr niedergemacht wird, gerät sie in ein Lügengeflecht, welches ihr langsam über den Kopf wächst. Während das ganze am Anfang noch richtig Spaß macht, steht nach einer Weile nicht nur ihr Ruf auf dem Spiel....

 Nachdem der Film "Freunde mit gewissen Vorzügen" das RomCom Highlight des Jahres 2011 war und für klingelte Kinokassen gesorgt hat, dürfte der Name Will Gluck einiges an Bekanntheit gewonnen haben. "Einfach zu haben" ist seine 2. Regiearbeit.
Wenn man sich die Story durchließt und den Trailer im vorherein begutachtet, könnte man schnell meinen, das man es hier mit einem weiteren Teenie Film alla "Girls Club" zu tun bekommen wird. Doch das ist zum Glück nicht der Fall, denn Will Gluck hat eine Komödie geschaffen, welche durch Wortwitz, gut gesetzten Witz und einige gut gelaunte Darsteller zu gefallen weiß.
Der Witz ist dabei dezent gehalten und auf größere Schweinereien, sowie Fäkalsprache wird verzichtet, so merkt man zwar das der Film wohl auf eine junge Zielgruppe gerichtet ist, dennoch kann man auch als Erwachsener Spaß an diesem Film haben. 
Vorallem die vielen skurrilen Charaktere wissen zu gefallen. So bekommt es der Zuschauer mit diversen Spektren der Jugendkultur zu tun. Von den hippen beliebten Mädels mit reichen Eltern, über die streng religiösen, bis hin zu den Losern welche sich nach mehr Anerkennung sehnen. Vorallem die übergläubigen Teens angeführt von einer gut aufgelegten Amanda Bynes ( ihre letzte Rolle seither) sorgen für so manchen Schmunzler. Neben den verschiedenen Teens wissen aber auch Olives Eltern durch ihre lockere Art zu gefallen.

Die Story ist zwar Genreüblich ziemlich vorhersehbar, umschifft aber gekonnt Längen bis es dann zum typisch kitschigen Schlußakt kommt, 
Die musikalische Untermalung ist ebenso typisch und schwankt zwischen Pop und familienfreundlichen Punk.

Zudem erfreulich sind die soliden Darstellerleistungen.
Emma Stone spielt stets glaubhaft und bringt  sympathisch die Entwicklung ihres Charakters herüber. Amanda Byrnes ist herrlich überdreht ohne dabei zu nerven. Stanley Tucci und Patricia Clarkson geben ein wirklich cooles Elternpaar, Thomas Haden Church bleibt zwar etwas blass aber seine Rolle gibt auch nicht viel her und Lisa Kudrow kommt zwar nicht an ihre "Friends" Rolle heran, bietet aber keinen Grund zu klagen.

Fazit:
Unterm Strich ist "Einfach zu haben" eine sympathische Teenager RomCom, welche es schafft keine Längen aufkommen zu lassen. Zwar bleiben die großen Lacher aus und im Komödienbereich gabs in den letzten Jahren auch schon besseres, dennoch sind die rund 90 Minuten für Fans solcher Filme keine Zeitverschwendung.
6,5 Punkte

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