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Was tun, wenn einem das Bier ausgegangen ist? Die Frau oder das Kind zum einkaufen schicken, um Bier zu holen? Gute Idee, nur blöd wenn beides nicht vorhanden ist. Und selber zum Laden laufen um das Brot des Lebens zu holen? Viel zu anstrengend, vor allem wenn man eh schon einen zu viel im Tee hat. Also was tun? Auf diese Frage gibt Regisseur Martin Piwek in seinem 5 minütigen Shorty "Beerbottle from Hell" eine Antwort. Nur das diese vielleicht nicht unbedingt die Gesündeste ist.

"Beerbottle from Hell" ist ein kurzer, aber äußerst amüsanter Minifilm aus der Amateurschmiede Doggysmile Pictures, welcher nun sogar zu ehren kommt, auf einer DVD names "Doggy Snacks", zusammen mit drei weiteren Mini-Filmen, veröffentlicht zu werden. Die Story ist kurz und absolut schräg: Das Bier ist ausgegangen und unser betrunkenes Etwas kommt auf die phänomenale Idee ein Pentagramm aus Bierflaschen auf den Boden zu legen, damit ihm der Leibhaftige persönlich ein Bier bringe. Doch nicht Satan selbst, sondern eine höllische (Mama-)Bierflasche erscheint, die erschreckend feststellen muss, dass der Mann ihre ganzen "Babys" ermordet hat. Die Rache folgt auf dem Fuß... Und der Zuschauer biegt sich vor Lachen. Denn was hier für gerade einmal 300 Sekunden geboten wird, ist wirklich witzig, gaga und vollkommen PlemPlem. Dabei aber trotzdem nicht ohne Innovation. Man merkt den Machern zu jeder Sekunde an, dass sie ihren Spaß dabei hatten.

Vor allem die Darstellerin der Bierflasche, welche sogar, ganz innovativ, einen Promilewert von 6,66 % auf dem Etikett stehen hat, ist schräg anzusehen. Das Bierflaschenkostüm hat was und könnte vielleicht sogar als Merchandising-Produkt gut sein, für die nächste feuchtfröhliche Bier-Party herhalten. Der kurze Splattermoment sieht gut aus und auch sonst ist das Ganze, für Amateurverhältnisse, alles andere als schlecht. Es gibt sogar einen eigenen Titelsong und der Vorspann ist cleverer als bei so manchem Hollywood-Blockbuster. Mit ein bisschen Übung könnten die Jungs und Mädels vielleicht sogar wirkliche Independent-Filmer werden.

Fazit: Äußerst amüsanter Minifilm, der vor allem durch seinen extrem schrägen Inhalt Laune macht. Eine Bierflasche aus der Hölle, die sich für den Tod ihrer "Babys" rächt, dass hat schon was. Auch wenn der Spaß nur kurz ist, dafür ist er doch groß und dürfte bei Amateur- und Trashfreak gleichermaßen gut ankommen. Für die nächste Feier des schlechten Geschmacks auf jedenfall ein Tipp!

Wertung: 5/10 Punkte (wobei man den Punkten hier nicht wirklich Beachtung schenken sollte)

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