The Walking Dead erfindet das Zombie-Genre zwar nicht neu, aber es ist ein großer Schritt in die richtige Richtung, wenn man so einen Stoff als TV-Serie verpacken kann. Vereinzelt findet man Szenen oder Andeutungen an Szenen wieder, die man aus Genre-Kollegen wie 28 Days later, Night of the living Dead '90 und auch Resident Evil kennt, aber im großen und ganzen bleibt The Walking Dead seiner Linie treu.
Nach der sechsten Folge ein etwa ein Drittel der Protagonisten nicht mehr am Leben; es bleiben also noch genug Charaktäre für die 2. Staffel. Es wurden auch viele Fragen noch unbeantwortet, wie z.B. was aus dem Familienvater mit seinem Junge wurde (Folge 1) oder aus dem einhändigen Michael Rooker (Folge 2). Auch der Subplot zwischen den beiden Polizisten ist noch längst nicht abgeschlossen (gerade in der letzten Folge wird quasi alles für eine große Konfrontation aufgebaut).
So ganz ausgereift wirkt die Serie allerdings noch nicht; zu verschieden sind die einzelnen Folgen in ihrer Erzählweise. Gerade die Folgen 1, 3 & 5 dümpeln elendig lange vor sich hin, bis endlich was passiert. Dies dient aber der Hintergrundgeschichte der Neben-Charaktäre, die uns mal überraschend früher und mal mit langer Vorankündigung verlassen.
Herausragend fand ich die Folgen 2 (allein schon wegen Michael Rooker) und 4 (die Geschichte mit der Gang, die in Wirklichkeit etwas ganz anderes ist).
Folge 6 bieten zwar keinen perfekten, aber doch einen recht zufriedenstellenden Abschluss der ersten Staffel. Ich bin gespannt auf die 2. Staffel!