Bei einer Schießerei wird Polizist Rick Grimes schwer verletzt und fällt ins Koma. Als er aufwacht, erkennt er die Welt kaum noch wieder. Keine Krankenschwestern oder Ärzte, keine normalen Menschen. Nur vereinzelte Zombies wandeln durch die Gegend. Doch nicht alle Menschen sind Tod. Er muss nur aufpassen, nicht mit einem Zombie verwechselt zu werden, denn die haben bei den Überlebenden geringe Überlebenschancen. Sein erstes Ziel ist es, seine Familie wieder zu finden.
Es ist schön zu sehen, das Romeros Erben endlich auch mal eine eigene Fernsehserie bekommen haben. Noch schöner das es nicht so ein PillePalle Teenie Zeugs wie Buffy oder Konsorten geworden ist, sondern in Sachen Härte auf die Vollen ging und die bisherigen fünf Staffeln mit einem nur-für-Erwachsene Konzept durchzog.
Der Anfang wurde allerdings ziemlich dreist von 23 Days later geklaut. Komapatient Rick erwacht aus Krankenhaus, wurde wegen todähnlichem Zustand nicht zum Zombie-Snack, alle Menschen sind verschwunden, Leichen stapeln sich vor dem Eingang und primär muß erst mal etabliert werden, warum die Welt bzw. die größten Teile von ihr jetzt als schlurfende Menschenfresser durch die Straßen irrt. Der Zuschauer lernt einzelne Überlebende kennen, die Konzentration liegt aber auf einem größeren Grüppchen, das sich zusammengerottet hat und an deren Schicksalen wir teilhaben.
Das Konzept ist typisch Zombie Film, eine Gruppe Menschen muß sich Horden von Untoten erwehren und versuchen den Rest eines zivilisierten Lebens praktisch ohne Ressourcen aufrecht erhalten. The Walking Dead führt dabei ein Endlos-Konzept in die Schlacht. Ab und an wird mal ein Nebencharakter gefressen oder infiziert, kurze Zeit später findet man einen neuen, so daß die Gruppenstärke stabil bleibt. Etwas lästig ist dabei häufig die ständige Geschwätzigkeit. Wenn die Macher die Wahl hatten einen kostengünstigen Dialog oder zünftige Massenaction zu drehen, wird in den meisten Fällen ersteres vorgezogen und ewig zwischenmenschliches Gedöns ausgetragen.
Schade, denn gerade die Action ist hier wirklich gelungen. Die Masken der Untoten sind wirklich top ausgefallen, da gibt es praktisch gar nichts auszusetzen. Die Serie ist auch wirklich sehr aufwändig produziert. Die Locations strahlen durch Panzer, Massen an Zombies oder auch simpel durch gähnende Leere stets eine gewisse Bedrohung aus. Wenn es dann wirklich zur Sache wird blutig gefressen oder gekopfschußt, da lacht des Horror Fans Herz.
Es wäre schön gewesen, wenn the walking Dead sich ein wenig mehr auch wirklich auf die walking Dead konzentriert hätte. Zu oft steht aber die Gruppendynamik im Mittelpunkt oder werden ausführlich neue Mitglieder und deren Problem nach vorne gerückt. Ansonsten bietet die Serie aber gute Unterhaltung für Freunde des gepflegten Menschenfressens.
7/10