Review

Staffel 2

Old McZombie had a farm...

Staffel 2 der berühmtesten Zombie-Serie aller Zeiten startet rasant, schaltet dann in einen dramatisch wichtigen Leerlauf, um in einem finalen Feuerwerk zu enden. Eine Berg- & Talfahrt - die bisher umstrittenste Staffel der Serie. Der Zuschauer erlebt mit, wie die Gruppe um den Polizist Nick auf dem verstopften Highway von einer Zombie-Welle überrascht wird, wie ein kleines Mädchen verloren geht (& die Suche nach ihr), wie eine Farm samt neuer Gruppenmitglieder bezogen wird & wie der Konflikt mit Shane gipfelt. Klingt nach genug Abwechslung - ist es eigentlich auch. Man muss nur damit leben können, dass man nun einige Charakter wesentlich näher kennen lernt, durch lange Gespräche & ruhigere Episoden. Ich mag das & davon profitieren ja schließlich auch die folgenden Staffeln. So werden einige Verluste sicher umso schmerzhafter... und in Sachen Hauptfigur-Tode, macht The Walking Dead so schnell keine andere Serie was vor. Ok, außer Game of Thrones...

In Sachen Action gibt es die Szenen auf dem Highway & ein feuriges Finale hervorzuheben, was hier aber eine eher untergeordnete Rolle spielt. Das Make Up wird immer besser, die Zombies verfaulen von Woche zu Woche mehr. Auch die neuen Charakter wie Hershel & seine Töchter wachsen einem schneller ans Herz als man Beißer sagen kann. Der finale Konflikt mit Shane ist eine Erlösung & grandios herbei gesehnt, die Suche nach der Kleinen ist hoffnungsvoll & letztendlich ein herzzerreißend Höhepunkt, niederschmetternd & realistisch. Verlust, Liebe, Hoffnung, Enttäuschung, Freundschaft, Loyalität - grundsätzliche Themen, die so klar zur Geltung kommen durch eine gewisse Melancholie wie selten zuvor & danach. Weiterhin auch einer der Erfolgsfaktoren: menschliche & soziale Grundthemen, die uns alle betreffen - auch in einer zombiefreien Welt. Tolle Charakterentwicklung gibt es ebenfalls - Darryl wandelt sich zum absoluten Liebling & loyalen Krieger mit Armbrust. Manche Personen wie Lori & Carl zerren aber auch gehörig an den Nerven, und das nicht auf Grund der Spannung. Man merkt an der Grundstimmung, dass diese immer pessimistischer, brutaler, einsamer & härter wird... Schon da kam mir oft der Gedanke: wie soll das alles denn bitte gut enden?

Fazit: ruhigere, charakterstarke & charakterstärkende 2. Staffel, die trotz ein paar Längen essenziell für alle Zombie-, Horror-, Drama- & Serienliebhaber ist. Also eigentlich für alle! (9/10)

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