Review

Johnny Knoxville und seine Truppe versuchen sich einmal mehr an einer Reihe waghalsiger Stunts und ekelhafter Aktionen.

"Mein Name ist Johnny Knoxville und jetzt kommt "Blödsinn mit ‘nem Pömpel"". Zwar ist dieses Kapitel des Films erst im Abspann zu sehen und alles andere als umfangreich, aber ein besseres Beispiel, das das Grundkonzept dieses Werks symbolisiert, findet sich kaum. Jackass 3D macht da weiter, wo der Vorgänger aufgehört hat und verwendet erneut das bekannte Konzept. Stunts, bei denen im Vorhinein klar ist, dass sie nur mit Schmerzen und Verletzungen enden können, ekelhafte Aktionen, bei denen sich manche Beteiligte übergeben, dazu Fäkalien und Zoten am laufenden Band, derber Humor und skurrile Ideen. Aber gerade weil die Truppe um Knoxville erneut dahin geht, wo`s weh tut und allerhand Grenzen überschreitet, unterhält ihr dritter Film durchaus gelungen.

Viel gibt es über den Film dabei im Endeffekt gar nicht mal zu sagen. Interessant ist er vor allem dann, wenn es an die wirklich gefährlichen Stunts geht, etwa, wenn sich zwei Stuntmänner mitsamt einem Tannenbaum fällen lassen, oder wenn sich Knoxville mit einem Stier anlegt, der ihm fast den Hals bricht. Amüsant ist er, weil die Beteiligten pure Anarchie zelebrieren. Sie katapultieren einfach mal so einen Kollegen in einem Toilettenhäusschen in einige Meter Höhe und als ob dies nicht schon genug wäre, bekommt er auch noch mehrere Kilo Kot mit auf den Weg. Tabus kennt man sowieso keine, deswegen wird auch purer Schweiß getrunken, mal eben auf ein paar Kumpanen uriniert oder ein unwissender Passant mit einem perversen Opa, der seine Enkelin begrapscht, konfrontiert. Der Einfallsreichtum der Macher sei dabei durchaus positiv hervorgehoben, denn auf so viele dämliche Ideen muss ja auch zunächst einmal irgendjemand kommen.

Selbstverständlich ist das Ganze nicht grimme-preisverdächtig, aber gerade im niedrigen Niveau liegt hier eben die Stärke. Ganze Fernsehsender überleben schließlich, weil man sich auch mal über einen Haufen Bekloppter lustig machen will, zumindest insgeheim. Dabei gehen die Macher hier und da vielleicht ein bisschen zu weit, etwa wenn einem gesunden Mann grundlos ein Zahn gezogen wird, aber letztlich will man ja sehen, wie klassische Hemmschwellen überschritten werden.

Fazit:
Knoxville und seine Kameraden gehen dahin wo`s weh tut und eklig wird. Sie sprengen allerhand Grenzen, unterhalten damit aber auch ziemlich gut, eben weil das dumme, ekelhafte, mitunter perverse Treiben durchaus sehr amüsant ist und man ihm einen anarchischen Reiz nicht absprechen kann.

70% 

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