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9

Beeindruckend ist die Schilderung der Liebe zur Natur, die dann zur Todesfalle wird. Danny Boyles Survival-Abenteuer, das auf den wahren Erlebnissen von Aron Ralston beruht, besticht durch atemberaubende Aufnahmen und einige wirklich erinnerungswürdige Szenen, wie beispielsweise die Selbstgespräche des Protagonisten, die dieser mit seiner Videokamera aufnimmt. Mit Bild-in-Bild-Montagen rasant geschnitten, geht "127 Hours" insbesondere im zweiten Teil stellenweise an die Nieren.

5

Leider nicht das, was ich erhofft habe, weil es längst nicht so gut war, wie ein klaustrophobisches Überlebensdrama in einer Felsenspalte womöglich sein könnte. Zum einen ist Schönling James Franco ein zu bekanntes Gesicht, was alleine schon den Betrachter immer wieder aus dem Geschehen rausreißt. Zum anderen hätte sich hier Found Footage als Videotagebuch in der misslichen Lage echt angeboten und tatsächlich einmal Sinn gemacht. Stattdessen wird das lange Steckenbleiben dank majestätischer Landschaftsaufnahmen sowie zahlreicher Erinnerungen, Träume und Halluzinationen zum esoterischen Selbstfindungstrip inmitten der Natur. Auch sonst sind die Stilmittel eigenwillig: Ausschnitte aus Getränkewerbespots symbolisieren z.B. den Durst. Der Akt der Amputation ist unangenehm, bleibt aber "im ästhetischen Rahmen".

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