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Mit "127 Hours" verfilmte Danny Boyle die schlimmsten fünf Tage des Bergsteigers Aaron Ralston, der sich beim Klettern im Blue John Canyon die rechte Hand durch einen Felsbrocken einklemmte.

Aaron Ralston, der hier von James Franco gespielt wird, versuchte fünf Tage lang mit verschiedenen Strategien vergeblich, sich zu befreien und schaffte dies dann mit letzter Kraft, in dem er sich Elle und Speiche selber brach und den restlichen Arm mit seinem stumpfen Taschenmesser durchtrennte.

Danny Boyle hatte mit "127 Hours" gute Absichten und ich will diesem Film auch gar nicht abstreiten, dass man aus dieser Geschichte alles rausgeholt hat, was man visuell auf die Leinwand bringen kann. Boyle hält sich sehr nah an die wahren Begebenheiten und dadurch erhält der Film einen unglaublich realistischen Anstrich. Viele andere Filme setzen lieber auf Logikpatzer oder nicht nachvollziehbares Verhalten seiner Figuren um künstlich Spannung zu erzeugen.

Der Film ist unglaublich dicht und mich haben nur die (in meinen Augen) zu viel eingesetzten Szenen mit den Halluzinationen gestört, aber ich habe ein großes Problem mit der Bewertung:

Obwohl ich den Film klasse finde, fühle ich mich nicht gesättigt. Das liegt daran, dass man die Geschichte und deren Ausgang schon kennt, zum anderen selbst wenn man noch nie etwas von dem Bergsteiger Aaron Ralston gehört hat, ist es einfach zu wenig Stoff um einen abendfüllenden Film daraus zu basteln. Das weitere, was die Wertung drückt, ist eben die Tatsache, dass ich mir nicht vorstellen kann, diesen Film mal wieder anzuschauen.

Das hört sich alles sehr schlimm an für einen ansich sehr guten Film, aber für mehr als einen guten Filmabend reicht mir "127 Hours" eben nicht aus.

5/10

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