Der Taliban Soldat Mohammed (Vincent Gallo) wird nach einem Feuergefecht in der Afghanischen Wüste von U.S. Soldaten aufgegriffen, gefoltert und in ein osteuropäisches Land überführt. Nach einem Unfall des Gefangenen-Konvois kann Mohammed fliehen und schlägt sich fortan durch dicht bewaldete Schneelandschaften…
Was im ersten Moment nach einem klassischen Jäger/Gejagten Actionfilm aussieht, entpuppt sich bald als deutlich differenzierter. Mohammed muss nicht nur seinen Häschern entkommen, sondern sich auch in einer ihm unbekannten und fremden Welt mit Schnee und Eis behaupten.
Regisseur Skolimowski schafft es, beeindruckende Szenen voller Symbolik zu erschaffen und durch stilistische Kniffe - der Hauptdarsteller sagt kein einziges Wort - Atmosphäre und Stimmungen zu erzeugen. Somit hebt sich "Essential Killing" deutlich vom Standard Fluchtfilm ab.
Leider entstehen (bei nicht einmal 80 Filmminuten) auch Längen, z.B. wenn sich Mohammed durch die unwägbaren Schneelandschaften kämpft und minutenlang "nichts weiter" passiert. Das abrupte Ende lässt einen dann auch etwas unausgegoren zurück.
Schlussendlich noch an großes Lob an den Schauspieler Vincent Gallo, der es wieder einmal schafft - ohne viele Worte (b.z.w. garkeine) - wie schon in "The Brown Bunny" einen ganzen Film zu tragen.
Mit etwas Feinschliff und einer zeitgemäßen Spielfilmlänge hätte ein ganz großer Wurf dabei herauskommen können!