kurz angerissen*
erstmals veröffentlicht: 27.12.2011
"The Reef" verpflichtet sich mit Haut und Haar dem Unfilmischen und Natürlichen, was für höchste Intensität gerade bei den Haiangriffen sorgt, sich dann allerdings auch an einem vollständig aussagelosen Ende aufhängt. Denn weder werden hier mythologische Elemente aufgeworfen noch die Psychologie des Menschen in einer Extremsituation ausgeleuchtet (abgesehen vielleicht von der anfänglichen Entscheidung, ob man zur Insel schwimmen oder auf dem noch treibenden Schiff bleiben soll); vielmehr ist das Treiben im Meer auf rein reaktionären Prinzipien aufgebaut, sowohl bei Mensch als auch bei Hai; psychologisch lässt sich daraus wenig Interessantes ziehen, weil die Figuren gar keine Gelegenheit haben, über ihr Handeln nachzudenken. Die etwas zu theatralische Musik und die Tatsache, dass dies ja gar kein Handkamerafilm ist, obwohl er durchaus einen solchen Eindruck hinterlässt, passt dazu auch nicht unbedingt so ganz.
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