Der Film wurde im Rahmen des Fantasy Filmfestes 2010 in Frankfurt gesehen:
Die Spannung und Vorfreude war gross den "Geheimtipp" nun endlich zu sehen und sich richtig zu gruseln. Der Film kommt tatsächlich als eine Mischung von "Blair Witch Project" Original und "Paranormal Activity" daher. Aber leider in einer schlechten Kombination. Im einzelnen und ohne den Inhalt und die Story zu verraten folgendes:
Die Digicam mit den entsprechenden Effekten ist tatsächlich sogar ganz gut eingesetzt und nervt nicht. Sehr behutsam zum einen, aber schnell beim Geschehen zum anderen wird die Szenerie gut eingefangen. Aber was vor der Kamera abgeht ist leider nicht top.
Die Hauptdarstellerin geht ohne ersichtlichen Grund in immer gefährlichere Ecken des Hause ohne wirklich ernsthaft zu probieren zu fliehen. Dabei hyperventiliert sich ständig und irgendwann ist die Weinerei nicht mehr zu ertragen. Vor allem weil aussenrum nicht viel passiert,: ein paar Schritte, ein kleines Kind (wie innovativ) und ein Männerkörper.
Der Hauptkritikpunkt ist, dass nicht nur bei mir nicht wirklich Grusel bzw. Suspense hoch gekommen ist. Kein Schreckeffekt, keine Gänsehaut, keine feuchten Hände oder schnellerer Puls. Der Film läuft einfach gefällig vor sich hin, mal spannender, mal wirklich lahm. Das Ende ist auch nach gewisser Zeit total voraussehbar und reisst niemanden mehr vom Hocker.
Positiv ist tatsächlich zu bemerken, dass der Film in einem Take gefilmt wurde, d.h. ohne Schnitte. Dies zu überprüfen ist nicht ganz möglich da in den vielen dunklen Szenen jederzeit unsichtbare Schnitte möglich gewesen wären.
Ich habe lange überlegt, aber mehr als eine 3/10 Punkten kann ich leider aus den o.g. Gründen nicht vergeben. Für Genrefreaks sicherlich einen Blick wert, ich würde aber wirklich nicht viel erwarten.