VERDAMMNIS in der Extended Version funktioniert als „Mittelteil der MILLENNIUM-Trilogie“ nicht mehr so genial wie VERBLENDUNG.
Keine Ahnung, ob dies in der Romanvorlage ebenso ist, doch ich war überrascht über die teils komplex komplizierte Verquickung der Handlungsstränge, die einem einiges an Konzentration abverlangen.
Von der Inszenierung her (Schauspiel und Optik) wirkt VERDAMMNIS auch eher wie ein x-beliebiger Thriller-Standard aus dem TV-Archiv. Kein Kino-Feeling ist hier zu spüren. Die beiden Hauptdarsteller treffen erst am Ende zusammen und haben nur eine sehr kurze gemeinsame Performance.
So ist es auch dem storytechnischen Schicksal von Lisbeth Salander zu verdanken, bis zu den Endcredits durchzuhalten.
Wäre das Finale nicht ein „richtiger Hammer“, hätte ich VERDAMMNIS wohl in die Tonne gekloppt und abgehakt.
Glücklicherweise bleibt am Schluss so viel Sympathie für die Hauptaktrice Rapace übrig, dass ich mir den letzten Teil der Trilogie zu Gemüte führen werde. Natürlich habe ich auch die Hoffnung, dass mit VERGEBUNG die Qualität und Spannung des Erstlings zurückkehrt und es eine Story mit Erinnerungswert wird.
Fazit: VERDAMMNIS ist Galaxien entfernt von der Brillanz von VERBLENDUNG.
Was bleibt, ist ein schwaches Mittelstück, das geradeso die 7 Punkte anschrammt – allerdings sehr, sehr wohlwollend.