Victor Crowley is Back! Marybeth (Danielle Harris) hat als einzige das Massaker in den Sümpfen von New Orleans überlebt, in dem ein wild gewordener, entstellter Hinterwäldler alles niedermetzelte, was sich ihm in den Weg stellte. Gemeinsam mit Reverend Zombie (Tony Todd), einem Voodoopriester und Reiseveranstalter, und dessen bunt zusammen gewürfelter Crew aus Jägern schippert Marybeth erneut in den Sumpf, um Victor endgültig den Garaus zu machen.
Victor Crowley – die konsequente Weiterentwicklung zu Jason Vorheese – geht in die zweite Runde. Auf dem Regiestuhl nimmt, wie beim ersten Mal, Adam Green Platz. Die Erwartungen der Fangemeinde waren hoch, war Teil 1 doch ein wahres Splatterfest mit – und das war damals die Besonderheit – vielen kruden Gore-FX, bei denen bewusst auf CGI verzichtet wurde und gutes, altes Latex zum Einsatz kam.
Gleich mal vorweg: HATCHET 2 ist durchaus gelungen, macht richtig Spaß und erweist sich als heimlicher Gruß an die treue Horrorgemeinde. Der Film stellt nämlich beinahe ein kleines Gipfeltreffen der Horrorlegenden dar. In den Hauptrollen sind u.a. zu bestaunen:
Danielle Harris – der Kinderstar aus HALLOWEEN 4+5 und LAST BOY SCOUT,
Tony Todd – wohl besser bekannt als der CANDYMAN, und
Kane Hodder – der Kerl verkörperte nicht nur fucking Jason Vorheese in Teil 7-10 der Slasherreihe, sondern auch im HORROR-ALLIGATOR den verfluchten Alligator!
Wenn das nicht mal von Größe zeugt!? Des Weiteren sind viele andere Prominente in kleineren Rollen versteckt, wie z.B. „Troma“-Chef Lloyd Kaufman, Kult-Regisseur Mike Mendez und CHUCKY- und FRIGHT NIGHT-Macher Tom Holland.
Bevor ihr euch vor lauter Wissbegierde die Nägel bis zur Armbeuge abkaut, zu dem Thema, das wohl am meisten die Gemüter erhitzt: dem Gore! Frei heraus: Er ist neben den ganzen Stars das Einzige, was den Film sehenswert macht. Die FX sind wie in Teil 1 übelst übertrieben, wild comichaft und verleihen dem Film nebenbei eine ganz gut passende humoristische Note. Ein paar Highlights im Überblick:
1.) Ein Gesicht wird abgehackt und rutscht wie ein Pfannkuchen vom Knochen.
2.) Eine Schiffsschraube verwandelt einen Kopf in einen geplatzten Kürbis.
3.) Ein Kiefer wird brutal aus der Verankerung gerissen.
4.) Crowley erst als Friseur, dann als Neurochirurg mit der Schleifmaschine.
5.) Eine kopflose Leiche vögelt noch fröhlich weiter.
6.) Ein Kerl wird mit den eigenen Eingeweiden erwürgt.
7.) Mein Fav: Die doppelte Zweiteilung mit der 2,5 Meter langen Monsterkettensäge.
Die Effekte sind aller erste Sahne! Splatterheads werden vor Begeisterung den Bildschirm ablecken. Negativ ankreiden muss man, dass sich der Streifen anfangs zu viel Zeit lässt bevor es ans Eingemachte geht, und dass man durchaus eine krassere Steigerung zum ersten Teil erwartet hätte. Also, es wird schon mehr gesplattert als in Teil 1, aber… im Rachen eines Gorehounds hätte noch vieles Platz gehabt, wenn ihr versteht, was ich meine.
Was bleibt, ist 100%iger Splatterspaß ohne Sinn und Verstand. Die Story ist zwar ganz nett, im Grunde aber doch arg nebensächlich und hauptsächlich doch Mittel zum Zweck. Die Rolle des Victor Crowley lernt man hier nicht sonderlich näher kenn als vor 6 Jahren. Wenn man Teil 1 nicht kennt, checkt man hier übrigens so ungefähr gar nichts.
Somit ergibt HATCHET 2 einen Film einzig und allein für die Fangemeinde des Horrorfilms – und niemanden sonst! Keine Neuerfindung des Rades, kein Quantensprung in innovative Splattergalaxien, nicht einmal sonderlich intelligent oder spannend, sondern schlicht und ergreifend tumber Hau-drauf-Splatter, der geneigten Gemütern dennoch ordentlich Laune machen dürfte. Wer Filme wie SHAUN OF THE DEAD, FEAST oder TUCKER & DALE geil fand, wird mit ziemlicher Sicherheit auch hiermit seinen Spaß haben.
Fazit:
SPLÄÄÄDDAAAAA ! ! ! Für Gorehounds ein Muss! Und Teil 3 bitte – sofort!!!