HATCHET 2 oder Wer zweimal mit der Axt zuschlägt, überrascht den Baum nicht mehr!
Fortsetzungen sind oft dazu da, mit dem Namen von etwas Ursprünglichem Kohle zu scheffeln. Leider so auch im vorliegenden Film.
Klar knüpft das Axtwerk an den Vorgängerfilm an, aber hätte man den Streifen wirklich gebraucht? Bis auf einige Vergangenheitssequenzen, in denen Crowley Junior beleuchtet wird, bietet der Film das sequeltypische Baukastensystem ohne Innovationsversuche oder eigene Ecken und Kanten.
Irgendwie lässt sich der Film auch zu lange Zeit, um die neue Charaktere einzuführen und in Fahrt zu kommen. Tony Todd einen größeren Part zu geben, ist erst mal nicht verkehrt. Allerdings bringt die vermehrte Screentime durch ihn nicht die gewünschte Spannung und mehr Inhalt. Splattertechnisch geht es ein wenig häufiger zur Sache als beim Erstling. Da die FX jedoch stark nach Amateurfilm aussehen, hält sich hier die positive Stimmung für Gorehounds in Grenzen.
Da es noch einen weiteren Teil gibt, ist die Vertriebskuh noch nicht vollständig gemolken worden.
Anzumerken ist, dass nur die UNCUT-Version einigermaßen brauchbar ist. Die merklich geschnittene Fassung ist wie ein Porno ohne Höhepunkte.
Unterm Strich kann ich HATCHET 2 nur eingefleischten Sequel-Sehern empfehlen. Allen anderen Zuschauern genügt wohl der stimmungsvoll bessere Teil 1.