kurz angerissen*
Staffel 1 + 2
erstmals veröffentlicht: 03.01.2014
Ein frisches neues Konzept, das neue dramaturgische Möglichkeiten vor allem im Wechsel von der 1. zur 2. Staffel auslotet (3 Episoden im Filmformat = 1 Staffel, nicht uninteressant), eine erfolgreiche Adaption der klassischen Figuren ins London der Gegenwart, aufgepeppt mit innovativen visuellen Einfällen (Sichtbarmachen von Handy-, Bildschirm- und Papierkommunikation über Pop-Ups im Bild), zwei wunderbar harmonierende Hauptdarsteller, denen extrem spritzige Dialoge in den Mund gelegt werden, ein Moriarty mit herrlichem Overacting… aber warum zum Dreizack müssen britische TV-Serien immer so schrecklich fad aussehen? Gerade bei „Sherlock“ muss doch auch die Atmosphäre zählen, insbesondere, wenn man auch noch Folgen wie „The Hounds Of Baskerville“ dreht, die in von nichts anderem leben. Doch das in ausgeblassenen Farben eingefangene moderne London mit seinen hässlichen neuen Skyscrapern frisst leider jeden Ansatz von Atmosphäre auf. Weil alles andere stimmt, reicht es noch zu einem positiven Fazit, allerdings macht dieser eine Mangel deutlich höhere Wertungen zunichte.
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