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Staffel 2 - Folge 2

„Der Hund von Baskerville“ gehört zu den bekannteren Geschichten um den britischen Detektiv aus der Feder von Sir Arthur Conan Doyle und hat schon einige Verfilmungen erfahren. So war es nur eine Frage der Zeit, bis der Fall der Modernisierung innerhalb der „Sherlock“-Reihe unterzogen wird.

Das Drehbuch von Mark Gatiss bietet hier im Vergleich zur Vorlage einige Änderungen, thematisiert Gentechnik, geheime Forschungen und lässt manche aus heutiger Sicht altmodische Plotteile der ursprünglichen Geschichte weg. So bleibt das Gezeigte zwar auch für Kenner einigermaßen frisch, wirkt aber als Fall für das Duo Holmes und Watson etwas fremd. Dazu trägt auch die Inszenierung bei, die sich an einer Gratwanderung zum Horrorgenre hin versucht. Geräuschvolle Schnittgewitter und Blenden und ein paar wenige Jumpscares wirken da auf die Dauer aber eher enervierend denn spannungsfördernd.

Gelungener sind da, wie so oft in der Serie, die Charaktermomente. Gatiss schreibt Holmes wieder ein paar flott abgefeuerte Monologe und Bemerkungen auf die Zunge, die das Salz in der Suppe sind. Mit Watson und Lestrade findet er auch immer wieder geeignete Zielscheiben, die beiden spielen hier aber eher eine untergeordnete Rolle und sind Mittel zum Zweck, wobei Watson doch in ein oder zwei Szenen glänzen kann.

Wie üblich finden sich auch hier diverse Verweise auf andere Geschickten aus Doyles Feder und die Figuren mal aus der Stadt rauszuschicken, wie es in den Büchern doch regelmäßig der Fall ist, lockert die Serie merklich auf. Trotzdem fällt die Folge im Vergleich zum superben Vorgänger etwas ab, deutet aber mit der abschließenden Szene eine womöglich folgenschwere Begegnung an.
So ist die Mittelfolge wie auch schon in der ersten Staffel kein richtiges Highlight, aber immer noch gute Unterhaltung.

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